Gegenüber englischen Medien hat der ehemalige deutsche Nationalspieler Mesut Özil nun zum Rundumschlag gegen seine Kritiker und den DFB ausgeholt. Neben den sportlichen Verantwortlichen beim DFB sei der türkisch stämmige Mittelfeldmann vor allem von seinen Teamkollegen während der WM 2018 enttäuscht. Einen vorzeitigen Abgang vom FC Arsenal (Vertrag bis 2021) schließt er indes aus.

Mesut Özil hat gesprochen. Gegenüber dem englischen "The Athletic"-Magazin hat sich der ehemalige deutsche Nationalspieler nun zu den Geschehnissen der vergangenen anderthalb Jahre geäußert und dabei kein Blatt vor den Mund genommen. Besonders der Deutsche Fußball Bund, der in der Causa Özil schon zuvor sein Fett weg bekam, steht dabei erneut in einem dunklen Licht. Angesprochen auf die Auseinandersetzung rund um das kritisierte Foto mit dem türkischen Präsidenten Erdoğan, bezichtigte Özil dem DFB erneut dem Rassismus, allen voran der Führungsriege um den mittlerweile zurückgetretenen Ex-Boss Reinhard Grindel. Doch auch von den Teamkollegen während der Weltmeisterschaft in Russland zeigte sich Özil im Nachgang enttäuscht: "Niemand aus dem Nationalteam hat sich hingestellt und gesagt Stopp. Das ist unser Spieler, ihr könnt ihn nicht so behandeln". Sie haben nichts gesagt und es geschehen lassen."

"Ich bleibe bis 2021"

Auch beim FC Arsenal ist der 31-Jährige stetig harscher Kritik ausgesetzt. Özil beteuerte, dass weiterhin nur die "Gunners" für ihn zählen, auch wenn sich die Anzahl der Einsätze in der neuen Saison noch klein hält. Nicht umsonst habe er den Sommer-Urlaub vorzeitig abgebrochen, um mit dem Team früh wieder arbeiten zu können. Der Messer-Angriff auf ihn und Teamkollege habe dennoch Spuren hinterlassen, die sein Leistungsvermögen in den letzten Wochen stark schwächten. Für Özil stehe trotzdem fest: Keine vorzeitige Flucht! "Ich bleibe bis 2021 hier", erklärte der Spielmacher. Dann endet sein Vertrag auf der Insel und ein möglicher ablösefreier Wechsel in die türkische Süper Lig wäre möglich.

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