Nicht nur sportlich sorgt Max Kruse seit seinem Wechsel im Sommer von Werder Bremen zum türkischen Spitzenklub Fenerbahçe für Furore. Beim Derby gegen Galatasaray sang der 31-jährige Deutsche demonstrativ die türkische Nationalhymne mit. "Eine ganz tolle und wichtige Geste", meint Türkei-Kenner und unter anderem Ex-Fenerbahçe-Trainer Christoph Daum.

Die Kritik am Sommer-Wechsel des Max Kruse war enorm. Statt zu einem renommierten Klub in den europäischen Top-Ligen, von denen es nach Aussagen des Stürmers auch Angebote gegeben hat, entschied sich Kruse gegen jede Erwartung zu einem Wechsel in die türkische Süper Lig zu Fenerbahçe. Nach etwa drei Monaten sowie sieben Pflichtspielen lässt sich das Zwischenfazit ziehen, dass die Rechnung Kruses voll auf ging und die Kritiker verstummt sind. Mit dem 19-fachen türkischen Meister reitet Kruse auf der Erfolgswelle: National gehören die "Kanarienvögel" nach der letztjährigen Durststrecke wieder den Spitzenklubs der Liga an. Und auch persönlich läuft es für den Ex-Bremer: Nach sieben Spieltagen kann der Norddeutsche bereits fünf Vorlagen verbuchen. Beim vergangenen Derby gegen Lokalrivale Galatasaray setzte Kruse dann eine weitere Duftmarke: Zusammen mit seinen Teamkollegen sang er demonstrativ vor dem Anpfiff die türkische Nationalhymne mit.

"Ein bedeutendes Integrationssignal"

"Eine ganz tolle Geste, die er da an den Tag legt. Damit demonstriert er den Fans: "Schaut her, ich bin hier, um mit euch gemeinsam etwas zu machen." Kruse hat ein bedeutendes Integrationssignal gesetzt", lobt Daum den Stürmer gegenüber deutschen Medien. Daum, der in der Türkei Fenerbahçe, Beşiktaş sowie Bursa trainierte, weiß um Kruses Stärken und glaubt an den Erfolg in Kadıköy: "Wenn die Mannschaft ihr Potenzial auf den Platz bringt, kommt der Erfolg mit Sicherheit."