Der türkische Fußball durchlebt schwere Turbulenzen. Nachdem bereits Galatasaray-Trainer nach dessen Aussagen über den nationalen Fußballverband für drei Spiele gesperrt worden war, gibt es nun auch für Fenerbahçe-Boss Ali Koç ein übles Nachsehen. Vom PFDK wird Koç zu einer 30-tägigen Sperre sowie einer Geldstrafe von 20.000 Lira verdonnert.

Vor dem mit Spannung erwartenden Derby, bleibt die Stimmung weiterhin explosiv. Grund dafür, ist vor allem das Eingreifen des türkischen Fußballverbandes sowie des Disziplinarausschusses PFDK. Bereits in der vergangenen Woche wurde Galatasaray-Trainer Fatih Terim nach Aussagen im Anschluss des Auswärtsspiels in Kayseri zu einer Vier-Spiele-Sperre verdonnert. Die nachträgliche Verkündung des Urteils zur markanten Uhrzeit um 19.05 Uhr (Gründungsjahr von Galatasaray) brachte bei den „Löwen“ das Fass zum Überlaufen. Galatasaray-Präsident Mustafa Cengiz hatte alle Mühe, die Situation so moderat wie möglich zu moderieren und über die Bühne bringen – was scheinbar gelang. Vom PFDK gab es nun nur eine Verwarnung.

Kein Derby gegen Galatasaray für Koç

Anders ergeht es dessen Pendant auf Seiten der „Kanarienvögel“. Ali Koç hatte sich einerseits in die „1905“-Debatte eingemischt, indem er Galatasaray Scheinheiligkeit vorwarf und Fatih Terim als eine Art mehrfach vorbestraften Übeltäter bezeichnete. Anderseits unterstellte er dem türkischen Fußballverband Korruption und unprofessionelles Arbeiten, nachdem Fenerbahçe beim Spitzenspiel in Alanya zwei klar regelwidrige Treffer kassierte. Vom PFDK gibt es nun die Quittung: 30 Tage darf sich Koç nicht ins fußballerische Geschäft einmischen. Das wiederum bedeutet auch, dass auch für ihn das Derby am kommenden Wochenende gestrichen ist. Obendrein gibt es eine Geldstrafe in Höhe von 20.000 Lira.