Galatasaray kam am Sonntagabend in einer über weite Strecken zähen Partie, beim Auswärtsspiel in Malatya nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Für die „Löwen“ traf zunächst Sommer-Neuzugang Jean-Mickaël Seri (23.). In der Schlussphase glich Malatya durch Guilherme noch aus (89.).

Nach dem torlosen Unentschieden beim Champions League-Gruppenspiel in Brügge unter der Woche rotierte Trainer Fatih Terim auf vier Positionen: Şener Özbayraklı, Ömer Bayram, Adem Büyük sowie Florin Andone begannen für Mariano, Mario Lemina, Sofian Feghouli und Radamel Falcao.

Genau wie in den vorangegangen Spielen dieser Saison tat sich Galatasaray enorm schwer ins Spiel zu finden. In den ersten zwanzig Minuten fand die Offensivabteilung um den Rumänen Andone, der erstmals von Beginn an ran durfte, praktisch nicht statt. Stattdessen drückte der Gastgeber aufs Gas: Mitchell Donald (10.) und Guilherme (20.) zielten bei ihren Abschlüssen noch daneben, dann musste jedoch Keeper Muslera Jahovics (22.) Versuch parieren. Mitten in die Drangphase Malatyas hinein, erspielten sich die „Löwen“ ihre erste Gelegenheit und waren prompt erfolgreich: Ömer Bayram setzte sich am linken Strafraumrand gegen einen Gegenspieler durch und schlug eine perfekt getimte Flanke in de Sechzehner, wo Seri (23.) aus rund neun Metern wuchtig einköpfte. Die Führung der Gäste war ein Wirkungstreffer. Fortan agierte Galatasaray mutiger und zielstrebiger, verpasste es aber nachzulegen. Luyindama (25.) nach einer Ömer-Hereingabe sowie Ryan Babel (28.) fanden ihren Meister in Malatya-Keeper Farnolle. Mit der knappen 1:0-Führung für den Rekordmeister ging es in die Pause.

Ausgleich in der 89. Minute – Falcao kommt zu spät 

Zur zweiten Halbzeit brachte Fatih Terim Mario Lemina für Yūto Nagatomo ins Spiel. Im Zentrum war „Cim Bom“ folglich besser besetzt, die Offensive jedoch lahmte wieder. Ein Schuss von Adem Büyük (62.), der am Kasten Farnolles vorbeisegelte, bildete dabei die Ausnahme. Auf der Gegenseite rette Muslera gegen Afriyie Acquah (68.). Mit fortlaufender Spieldauer wurde Galatasaray immer weiter in die eigene Hälfte gedrängt. Den Ausgleich kassierten sie dann aber durch einen ruhenden Ball. Jahovic gewann am Strafraumrand das Kopfballduell gegen einen Galatasaray-Akteur und legte den Ball in den Lauf von Guilherme, der Muslera mit einem Strahl ins linke untere Toreck keine Chance ließ. Erst danach wechselte Fatih Terim Falcao ein, der jedoch auch keine Antwort auf den späten Nackenschlag mehr fand.