Die Bayern holten mit Philippe Coutinho einen absoluten Superstar an die Isar. Auch vom Rekordeinkauf der Bundesliga, Lucas Hernández, versprechen sich die Fans viel. Bislang ist es aber ein ganz anderer, der aufhorchen lässt. Benjamin Pavard spielt sich ohne großem medialen Interesse gerade immer mehr in den Fokus.

Als die Münchner bekanntgaben, den jungen Innenverteidiger vom VfB Stuttgart für 35 Millionen Euro zu verpflichten, waren nicht alle überzeugt vom Franzosen. Zwar wurde er als Stammspieler 2018 Weltmeister, doch in Stuttgart gelang ihm nicht viel. Zu fehlerhaft war sein Spiel, am Ende stieg sein Klub in die zweite Liga ab. Nach diesem sportlichen Misserfolg wurde er höchst kritisch in München empfangen. Obwohl man um seine defensive Vielseitigkeit wusste, räumte man ihm kaum Chancen auf viel Spielzeit ein. Zu stark sei die Konkurrenz um Süle, Hernández, Kimmich, Alaba, Boateng und Martínez. Pavard allerdings straft seit seinem ersten Training jeden Kritiker Lügen.

Lobeshymne von Hoeneß

Egal, wie der Gegner heißt, Pavard spielt. Ob in der Innenverteidigung neben Niklas Süle oder auf der rechten Außenbahn, wenn Kimmich dafür ins Mittelfeld rutscht: Er überzeugt Woche für Woche, ohne dass es den großen Medien wirklich auffällt. Wie gut der junge Franzose wirklich ist, geht im täglichen Münchner Trubel unter. Einem aber fällt seine Stärke auf: Präsident Uli Hoeneß lobt seinen Neuzugang nun in den höchsten Tönen. „Für mich ist nicht entscheidend, was ein Spieler kostet. Mir war immer klar, dass er ein überragender Transfer wird. Vor allem, weil er charakterlich wunderbar ist.“ Pavard, der sich still, heimlich und zurückhaltend zum Topverteidiger beim FC Bayern gemausert hat, möchte lieber sportlich weiter überzeugen, statt sich verbal zu seinen Leistungen zu äußern. Es scheint, als habe man in München noch viel Freude an ihm!

Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images