Morgen Abend startet Beşiktaş mit dem Auswärtsspiel in Bratislava in die diesjährige Europa-League-Saison. Damit der europäische Auftritt nicht ähnlich misslingt wie in der vergangenen Saison, sind drei Punkte zum Auftakt Pflicht. Gegen die Slowaken ist jedoch Vorsicht geboten. Die ehemaligen Europapokalsieger haben in der Qualifikation bereits PAOK Saloniki ausgeschaltet.

In einer Gruppe mit den Wolverhampton Wanderers aus England sowie dem SC Braga aus Portugal liest sich Slovan Bratislava als der vermeintlich leichteste Gegner für Beşiktaş. Und tatsächlich: Wenn die „Schwarzen Adler“ am Donnerstagabend in der slowakischen Hauptstadt einlaufen, dann gehen sie wohl als leichter Favorit ins Rennen. Doch die vergangenen Europapokal-Auftritte – insbesondere die in der vergangenen Saison, als man in einer leichten Gruppe mit Malmö, Sarpsborg und Genk sang- und klanglos ausschied – wecken Zweifel. Unter Trainer Abdullah Avcı will man europäisch wieder auf sich aufmerksam machen. Das Erreichen der K.o.-Phase gilt dabei als Minimalziel. Dafür wiederum ist ein Sieg in Bratislava praktisch Pflicht.

Einst im Finale von Basel Barcelona besiegt

Der slowakische Meister kommt mit dem Rückenwind des Derbysiegs. Erst am vergangenen Samstag feierte der Rekordmeister einen 2:0-Sieg über den ärgsten Konkurrenten Spartak Trnava – dem ein oder anderen Fenerbahçe-Anhänger werden sie ein Begriff sein. Landesweit ist Slovan zudem unangefochtener Branchenprimus, ist sowohl Rekordmeister (9 Mal) als auch Rekordpokalsieger (8-fach). Auf europäischer Ebene bleibt das Jahr 1969 unvergessen, als man den großen FC Barcelona im Europapokalfinale der Pokalsieger in Basel mit 3:2 besiegte. In den letzten Jahren war man international jedoch kaum vertreten. Einzig in der Saison 2011/12 erreichte man nach hartem Kampf gegen den AS Rom in den Play-offs, zum ersten und bis dato letzten Mal, die Champions-League-Gruppenphase. Doch auch in dieser Saison gelang den Slowaken ein Achtungserfolg: In der Europa League-Qualifikation überstand man zunächst die Hürden Feronikeli aus dem Kosovo sowie Dundalk aus Irland, bevor man auch der „Hölle in Saloniki“ trotzte und den griechischen Meister PAOK eliminierte.

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