Am morgigen Mittwochabend startet Galatasaray mit dem Auswärtsspiel beim belgischen Meister Brügge in die neue Champions League-Saison. Nicht nur das frühe Wiedersehen mit dem ehemaligen Torjäger Mbaye Diagne sorgt dabei für eine durchaus interessante Ausgangslage. Auch die Bilanz des türkischen Rekordmeisters in Belgien schreckt ab.

Keine drei Wochen ist es her, da sagte Mbaye Diagne den „Löwen“ auf Wiedersehen – wohl wissend, dass es in nur wenigen Tagen zum Aufeinandertreffen seines neuen Arbeitgebers mit dem Ex-Klub kommen wird. Der senegalesische Nationalstürmer, der in der vergangenen Saison mit 30 Toren in der Süper Lig brillierte, unterschrieb in der abgelaufenen Sommer-Transferphase einen Vertrag bei Club Brügge. Einer Leihgebühr von rund 2,5 Millionen Euro könnte noch die Summe der Kaufoption von 13,3 Millionen Euro im nächsten Sommer folgen – ein Deal, der für beide Seiten Sinn macht. Brügge hat den gesuchten Torjäger gefunden, Galatasaray seinen ärgsten Problemfall beseitigt. Ausgerechnet am ersten Spieltag der Champions League-Gruppenphase treffen beide nun im Jan-Breydel-Stadion zu Brügge aufeinander. Am Wochenende feierte Diagne im Brügger Stadtderby gegen Cercle sein Debüt: Beim 2:0-Auswärtssieg des belgischen Meisters wurde er in der 90. Minute eingewechselt. Gegen Ex-Klub Galatasaray könnte ihm bereits ein Platz in der Anfangself winken.

Galatasaray in Belgien bislang ohne Chance 

Egal ob gegen Diagne oder nicht – die Auswärtspartie in Brügge wird für Galatasaray schwer genug. In sechs Europapokalspielen gegen belgische Mannschaften (Brügge und Anderlecht) gewannen die „Löwen“ nie; viermal zog man den Kürzeren, zweimal endete die Partie unentschieden. Beim, bis dato letzten, Aufeinandertreffen im Oktober 2002 siegte Brügge mit 3:1. Trainer von Galatasaray – damals wie heute – Fatih Terim.