Als Adi Hütter zu Beginn der vergangenen Saison die Nachfolge von Nico Kovač antrat, hatte er nicht gerade kleine Fußstapfen auszufüllen. Immerhin holte der Kroate den DFB-Pokal mit der Eintracht. Als man dann ausgerechnet in diesem Wettbewerb in der ersten Runde ausschied und auch der Saisonauftakt in die Hose ging, befürchteten die Fans schon das Schlimmste, doch Adi Hütter schaffte es, seine Spielidee umzusetzen und kratzte mit der Eintracht bis zuletzt an den Champions-League-Plätzen. Noch überzeugender waren die Leistungen im Europapokal, wo es bis ins Halbfinale der Europa League ging. Wir schauen, was sich bei der Eintracht im Sommer getan hat und was die Fans von der neuen Saison erwarten dürfen.

Großer Aderlass in der Offensive

Großen Anteil an dem Erfolg der vergangenen Saison hatte auf jeden Fall die Offensive um Luka Jović, Sébastien Haller und Ante Rebic. Mit Jović und Haller verließen gleich zwei Topstürmer den Verein. Jovic wechselte, wenn man den Informationen trauen kann, für über 60 Millionen Euro zu Real Madrid und Haller zog es zu West Ham United in die Premier League. Für den Franzosen erhielten die Frankfurter 40 Millionen Euro. Ersetzen sollen die beiden Filip Kostic, der vom HSV verpflichtet wurde, und das junge Talent Dejan Joveljic von Roter Stern Belgrad. Auch Rückkehrer Daichi Kamada und Mijat Gaćinović dürfen sich nun mehr Hoffnungen auf Einsatzzeiten machen.

Transfererlöse werden reinvestiert

Mit den Rekordtransfererlösen wurde im Sommer natürlich auch ordentlich reinvestiert. Unter anderem wurden Kevin Trapp, Sebastian Rode und Martin Hinteregger nach Ablauf der Leihfristen fest verpflichtet. Für den Innenverteidiger vom FC Augsburg wurden nach langen Verhandlungen rekordverdächtige 12 Millionen Euro fällig. Mit Djibril Sow und Dominik Kohr wurden zudem zwei Leute fürs Mittelfeld geholt. Somit ist man auf fast allen Positionen doppelt besetzt, ohne einen großen Qualitätsverlust hinnehmen zu müssen. Zwar gehört die Eintracht noch nicht zu den Teams mit höchsten Marktwerten in der Liga, Betway hat diese in einer Infografik aufgeführt, allerdings haben sie mit Spielern wie Haller und Jović, trotz kleineren Budgets, bereits an der Top-5 gekratzt.

Foto: Betway

Der tiefe Kader zahlt sich aus

Natürlich schmerzt der Abgang eines Topspielers wie Jovic, vor allem da mit den Qualifikationsrunden für die Europa League eine Menge Spiele auf dem Programm stehen. Der Kicker bietet einen Überblick über alle Qualifikationsrunden des Europapokals. Doch hier zahlt sich der tiefe Kader der Eintracht aus. In den Quali-Spielen gegen FC Flora und FC Vaduz machten vor allem der Portugiese Gonçalo Paciência sowie Daichi Kamada auf sich aufmerksam.

Aufgrund der hohen Transferaktivitäten dürfte die Eintracht noch ein wenig Eingewöhnungszeit beanspruchen, aber ansonsten steht einer weiteren erfolgreichen Saison nichts im Wege.