Am Dienstag war es Gewissheit: Ivan Perišić verstärkt den FC Bayern! Die Meinungen über den Kroaten gehen seither weit auseinander. Nicht wenige sehen in ihm lediglich eine durchschnittliche Notlösung. Doch der Vize-Weltmeister ist weit mehr als nur ein Ersatzmann. Eine Analyse von LIGABlatt-Redakteurin Isabella Lößl.

1. Perišić kennt die Bundesliga und spricht deutsch

Insgesamt vier Jahre spielte Perišić in Deutschland, zuerst beim BVB, dann in Wolfsburg. In 112 Ligaspielen erzielte er 27 Tore. Eine lange Eingewöhnungsphase wird er nicht benötigen. Weiterer Pluspunkt: Er spricht gut deutsch.

2. Perišić kennt Niko Kovač

Perišić und Kovač arbeiteten in der kroatischen Nationalmannschaft zusammen und nahmen an der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien teil. Die Eingewöhnung in München wird dank den beiden Kovač-Brüdern erleichtert werden.

3. Perišić ist flexibel einsetzbar

Der 30-Jährige ist nicht nur auf der linken Seiten dahoam. Er kann auch auf dem anderen Flügel für Torgefahr sorgen oder als alleinige Sturmspitze auflaufen. Sprich: Egal, ob Coman, Gnabry oder Lewandowski ausfallen, kann Perišić in die Bresche springen.

4. Perišić ist ein Schnäppchen
Nur fünf Millionen Leihgebühr überwiesen die Bayern an Inter Mailand. Auch der Kaufpreis 2020 ist nicht hoch, 20 Millionen würden bei einer festen Verpflichtung fällig werden. Für einen dann 31-jährigen Angreifer ein guter Preis.

5. Perišić ist erfahren

Zwei Pokalsiege, eine deutsche Meisterschaft, das Erreichen eines WM-Endspiels mit eigenem Treffer. Dazu 49 Einsätze im Europapokal und 68 Scorerpunkte in 141 Serie A-Spielen. Vom erfahrenen Kroaten können die deutlich jüngeren Kingsley Coman und Serge Gnabry noch einiges lernen.

Mit 30 Jahren ist Ivan Perišić noch längst nicht zu alt, um bei den Bayern als Notlösung abgestempelt zu werden. Übrigens: Franck Ribéry wurde mit genau 30 Jahren als Champions-League-Sieger zu Europas Fußballer des Jahres gewählt. Ein gutes Omen für Perišić!

Foto: Emilio Andreoli/Getty Images