Das Heimspiel am 34. Spieltag gegen Antalya war Volkan Demirels letztes offizielles Pflichtspiel im Dress von Fenerbahçe – oder doch nicht? Wie türkische Medien berichten, habe sich Trainer Ersun Yanal ausdrücklich für eine Weiterbeschäftigung der Klubikone ausgesprochen. Präsident Ali Koç sei da anderer Meinung.

Dıe Pressekonferenz Anfang des Jahres, als sich Volkan Demirel für sein vermeintliches Fehlverhalten zu Saisonbeginn gegenüber Präsident Ali Koç entschuldigt hat, sprach Bände: Volkan hatte Tränen in den Augen, als er davon sprach, wie Leid ihm der ganze Umstand des sich damals noch in höchster Abstiegsnot befindenden Traditionsklubs täte. Wohl wissend, dass sich das Kapitel Fenerbahçe nach über 500 Einsätzen im Sommer dem Ende neigen wird. Einer, der damals schon den Wert des 37-jährigen Routiniers hervorhob und sich nie für dessen baldiges Karriereende aussprach, war Trainer Ersun Yanal.

Mannschaftswert Volkans ist zu wertvoll

Laut türkischen Medienberichten könnte Yanal nun auch ein entscheidendes Wort einlegen, dass Volkan doch noch unverhofft ein Jahr bei seinem Herzensklub dranhängen darf. Weiterspielen wolle der Keeper, wenn überhaupt sowieso nur beim 19-fachen Meister. Dass der Vertrag bereits im Vorfeld nicht über den Sommer hinaus verlängert wurde, habe ausschließlich mit der Abneigung Koç' gegenüber Volkan zu tun, behaupten Klub-Insider. Sowohl Trainer Ersun Yanal, der den Mannschaftswert des Kapitäns unlängst hervorhob (z.B. die Halbzeitansprache beim 3:3 gegen Beşiktaş) als auch Volkan selbst hoffen demnach, dass der Präsident in den kommenden Tagen noch einlenken wird.