Im englischen Europa-League-Finale setzte sich am Mittwochabend der FC Chelsea klar mit 4:1 gegen Stadtrivale Arsenal durch und hob am Ende den Europa-League-Pokal in den Nachthimmel von Baku. Für die West-Londoner ist es der erste Europapokal seit 2013.

Chelsea-Coach Mauricio Sarri startete in seinem bevorzugten 4-3-3 System, in dem der zuletzt verletzte N'Golo Kanté zurückkehrte und Linksaußen Eden Hazard vor seinem letzten Spiel für die "Blues" stand. Der Belgier steht vor einem Wechsel zu Real Madrid.

Sarris Gegenüber Unai Eméry musste im umstrittenen Austragungsort auf seinen Spielgestalter Henrikh Mikhitarian verzichten, der wegen politischen Streitigkeiten zwischen seinem Heimatland und Aserbaidschan erst gar nicht mitgereist ist. Für den Armenier begann der junge Maitland-Niles. Außerdem stand Petr Čech in seinem letzten Spiel der Karriere im Kasten – ausgerechnet gegen Herzensklub Chelsea.

Es war ein sehr verhaltener Beginn in Baku, wo sich bei sommerlichen Temperaturen, der FC Arsenal als das zielstrebigere Team erwies. Aubameyang (8.) vergab dabei die beste Gelegenheit für die "Gunners" in der Anfangsviertelstunde. Auf der Gegenseite verstolperte Giroud (24.) die Kugel im Strafraum. Kurz danach zischte ein Xhaka-Hammer (27.) knapp über die Latte. Die bis dato beste Chance auf Seiten Chelseas verbuchte Linksverteidiger Emérson (35.), der Čech prüfte.

Fast jeder Schuss ein Treffer

Beide Teams starteten unverändert in den zweiten Durchgang, mit dem Unterschied, dass Chelsea nun klar überlegen war und sich das auch schnell im Zwischenstand kennzeichnete. Nach einer Hereingabe von Emerson tauchte Giroud (48.) ab und beförderte den Ball per Flugkopfball zur Führung ins Tor. Der Chelsea-Express kam nun ins Rollen: Hazard dribbelte sich in seiner unnachahmlichen Art am gegnerischen Sechszehner durch und legte für Pedro (53.) auf, der aus zehn Metern mittig zur 2:0-Führung einschob. Es kam noch schlimmer für die "Gunners": Nach einem Foul vom jungen Maitland-Niles verwandelte Hazard (63.) den entscheidenden Elfmeter zum vorentscheidenden 3:0-Vorsprung. Danach bekam Arsenal durch ein Traumtor von Iwobi (68.) nochmal zweite Luft, doch verpuffte diese sofort wieder durch den nächsten Chelsea-Nackenschlag: Am Ende einer Traumkombo von Giroud und Hazard (73.) schob der Belgier zum 4:1 ein.

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