Bei den Planungen für die kommende Saison spielen zwei derzeit noch in Russland angeheuerte Profis eine große Rolle: Manuel Fernandes von Lokomotive Moskau und Charles Kaboré von FK Krasnodar. Bei beiden drohen Kaugummi-Verhandlungen.

Nicht nur bei Stadtrivale Fenerbahçe droht in der kommenden Sommerpause ein Groß-Umbruch, auch beim Tabellendritten der Liga Beşiktaş, wird es neben dem Abgang von Trainer Şenol Güneş weitere Veränderungen geben. Besonders das aktuelle Mittelfeld der "Schwarzen Adler" könnte mittelfrisitig ganz anders aussehen als im Moment. Atiba, der mit seinen 36 Jahren zwar noch ein weiteres in der kommenden Saison dranhängen wird, ist eher als Motivator und Stabilisator in der Reservistenrolle eingeplant. Gary Medel wird den gestoppten Verhandlungen mit West Ham Untied im Winter, nun mit Verspätung auf die Insel zu den "Hammers" wechseln, wo dessen Landsmann Pellegrini das Zepter schwingt. Die Zukunft von Shootingstar Dorukhan Toköz ist indes ebenso ungewiss wie eine Rückkehr Oğuzhan Özyakups zu alter Stärke.

Beide kämpfen noch um die Champions League Teilnahme

Für die kommende Saison haben die Beşiktaş-Verantwortlichen deshalb als Ziel, mindestens zwei Top-Leute auf der Position des zentralen Mittelfelds zu verpflichten. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge seien dabei Charles Kaboré vom FK Krasnodar und Manuel Fernandes von Lokomotive Moskau die favorisierten Lösungen. Letzterer gewann erst vor zwei Tagen den russischen Pokal mit einem 1:0-Finalsieg gegen Jekaterinburg und wird zudem auch stark von Rivalen und Meister Galatasaray umworben. Die Verpflichtung von Kaboré schien indes schon fix, nachdem dessen Berater Dmitry Selyuk den russischen Vizemeister öffentlich bezüglich seines Klienten kritisierte. Das Interesse Beşiktaş' wurde bereits damals ebenso bestätigt, final fehlt aber noch die Unterschrift.

Am kommenden Wochenende trägt auch die russische Premjer Liga ihren letzten Spieltag aus, an dem ausgerechnet die beiden erwähnten Klubs noch um den zweiten Champions League Platz streiten. Nachdem die sportlichen Aussichten am Sonntag klärt sein werden, sollte auch bald Klarheit in den Personalien Kaboré und Fernandes herrschen.