Kaum eine Personalie sorgte in den vergangenen Wochen für derartige Kontroversen wie die Zukunft von Başakşehir-Trainer Abdullah Avcı. Vor Monaten zuerst von ausländischen Klubs und Beşiktaş heftigst umworben, scheint nun Fenerbahçe in der Favoritenrolle. Selbst ein Verbleib bei Başakşehir ist nicht mehr auszuschließen.

Glaubt man, dass die aktuellen Gerüchte um Manchester Citys Pep Guardiola als neuer Juve-Coach zur kommenden Saison und einem angeblichen Dreijahresvertrag für den Katalanen bei der "Alten Dame" verwirrend sind, sollte man sich dem Fallbeispiel Abdullah Avcı lieber nicht nähern. Der bisherige und immer-noch Übungsleiter Başakşehirs wurde bereits zu Beginn des Jahres als Nachfolger Şenol Güneş bei Beşiktaş gehandelt, der seinerseits zum Sommer zur türkischen Nationalmannschaft abwandert. Als aus Kreisen Beşiktaş' von einer "mündlichen Einigung" zwischen beiden Parteien zu hören war, schien die Sache klar: Avcı wird zur kommenden Saison neuer Beşiktaş-Coach – doch mit Nichten! Mittlerweile stehen die "Schwarzen Adler" vor der Beschäftigung von Mirela Lucescu als Güneş' Nachfolger. Doch selbst das ist noch nicht in trockenen Tüchern.

Fenerbahçe als Favorit

Avcı, der zum dritten Mal binnen fünf Jahren mit dem Emporkömmling Başakşehir in der Rückrunde den Titel nur knapp verfehlte, steht nun seit Beginn der Woche auf der Agenda von Stadtrivale Fenerbahçe. Dort soll der 55-Jährige der Architekt des Neubeginns im Sommer sein und die "Kanarienvögel" zurück zu alter Stärke führen. Ein offizielles Angebot seitens des Vereins soll es bereits gegeben haben, eine Zu- bzw. Absage werde von Avcı zum Saisonende ergo bis Sonntag erwartet.

Bleibt noch eine Option, die es bisher auszuschließen galt: Avcı bleibt bei Başakşehir und startet in der kommenden Saison einen neuen Versuch auf den Meistertitel und der Qualifikation für die Champions League Gruppenphase. Wer weiß.