Am Freitagabend bestritt die türkische Nationalmannschaft ihr Auftaktmatch der Qualifikation zur Europameisterschaft 2020 gegen Albanien. Gleichzeitig war es für den Noch-Beşiktaş-Trainer Şenol Güneş die Rückkehr zur Nationalmannschaft nach dessen Abgang 2004. Burak Yılmaz und Hakan Çalhanoğlu ebneten den Weg zum Auswärtssieg.

Unter ihm gelang der türkischen Nationalmannschaft der bisher größte Triumph in der bald 100- jährigen Verbandsgeschichte: Der dritte Platz bei der Weltmeisterschaft in Japan und Südkorea 2002 wird auf ewig mit dem Namen Şenol Güneş verbunden bleiben, der das Team damals von der Seitenlinie aus coachte. Rund 15 Jahre nach seinem Abgang von der Nationalmannschaft kehrte der mittlerweile 66-Jährige gestern Abend im Rahmen des Qualifikationsspiels zur EM 2020 gegen Albanien zurück auf die Länderspielbühne – wenn auch vorerst nur Interimsweise. Die "Doppelrolle" Güneş‘, der bis Ende Juni weiterhin Trainer des derzeit drittplatzierten Beşiktaş bleibt, wurde im Vorfeld viel diskutiert, entscheidenden, gar negativen Einfluss auf die Nationalmannschaft, konnte gestern aber nicht festgestellt werden.

Burak nutzt Abwehrbock, Hakan sehenswert

Ganz im Gegenteil: Im Hexenkessel von Tirana zeigte die Nationalmannschaft einen besonnenen, souveränen Auftritt und nutzte die Fehler der Gastgeber eiskalt aus. Nach einem katastrophalen Pass im Aufbauspiel Albaniens grätschte Mahmut Tekdemir dazwischen, spielte kurz auf Cenk Tosun, der wiederum fein auf Sturmkollege Burak (21.) ablegte und der drosch das Leder entschlossen vorbei an Albanien-Keeper Berisha. Anfang der zweiten Hälfte dann der Auftritt von Spielmacher Hakan (55.): Der Milan-Star wurde im Mittelfeld nicht angegriffen, marschierte über das halbe Feld und traf mit einem abgefälschten Distanzschuss vom Strafraumrand zum entscheidenden 2:0.

Am Montag empfängt Türkei dann in Istanbul Moldawien, die im gestrigen Parallelspiel gegen Frankreich chancenlos mit 1:4 verloren.