Nachdem in der letzten Woche Loris Karius mit einer öffentlichen Klage bei der FIFA bezüglich fehlender Gehaltszahlungen für Wirbel sorgte, schlägt nun mit Jeremain Lens der nächste Beşiktaş-Akteur Alarm. Bis zu 13 Millionen Euro schulde der Klub seinen Spielern. Die FIFA hat nun den 31. März als Ultimatum ausgesetzt – kann Beşiktaş nicht zahlen, droht der Ausschluss aus dem Europapokal.

Nach einer sportlichen Talfahrt Ende des vergangenen Jahres hat sich Beşiktaş stabilisiert. Durch den knappen 1:0-Sieg gegen Göztepe ist man in 2019 noch ungeschlagen und visiert bei fünf Punkten Rückstand auf den Zweiten Galatasaray weiter die europäische Königsklasse an. Finanziell dagegen befinden sich die "Schwarzen Adler" in einer Situation, die prekärer ist, als je zuvor. Als wären die 370 Millionen Euro Schulden, die den 15-maligen türkischen Meister belasten nicht schon schlimm genug, droht nun sogar die endgültige Zahlungsunfähigkeit von Spielergehältern. Vergangene Woche prangerte erstmals Loris Karius den Klub an, richtete gar eine öffentliche Klage bei der FIFA ein. Der, seit dieser Saison ausgemusterte Gökhan Töre bestätigte Karius' Anschuldigungen und klagte ebenfalls, dass er "in der kompletten Saison noch kein Gehalt" erhalten habe.

Lens-Zahlung hat Priorität – Präsident auf Geschäftsreisen 

Besonders kritisch gestalte sich die Lage bei Flügelspieler Jeremain Lens, der von ausstehenden Gehältern ebenfalls betroffen sein soll: Zahlen die Klubverantwortlichen dem Niederländern bis heute nicht die geforderten eine Million Euro, erlaube es eine Klausel in seinem Vertrag, dass der Spieler mit sofortiger Wirkung den Verein verlassen kann. Aktuelle türkischen Medienberichten zufolge setze man deshalb in diesen Stunden alle schwarz-weißen Kräfte in Bewegung, um diese Summe bis Mitternacht zu überweisen. Damit allerdings nicht genug, denn auf Anweisungen der FIFA muss Beşiktaş bis zum Ende des Monats sämtliche Befindlichkeiten an die Spieler gezahlt haben, andernfalls droht der Ausschluss aus den europäischen Wettbewerben in der kommenden Saison. Diesbezüglich soll sich Präsident Fikret Orman in den nächsten zehn Tagen auf Geschäftsreisen in den Emiraten und dem fernen Osten befinden, um schnellstmöglich Geld an Land zu ziehen.