Fenerbahçe gewann am Dienstagabend das Hinspiel der Europa-League-Zwischenrunde gegen Zenit St. Petersburg mit 1:0 und hat damit eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel in einer Woche. Zu den Helden des Abends avancierten der eigentlich aussortierte Slimani und Torwart Harun mit einem gehaltenen Elfmeter.

Ersun Yanal wechselte im Vergleich zur 0:1-Niederlage in Kayseri auf acht Positionen: Harun, Sadık, Škrtel, Mehmet Topal, Elmas, Moses, Valbuena und Slimani begannen für Volkan, Neustädter, Serdar,  Mehmet Ekici, Dirar, Tolgay, Ayew und Soldado.

Slimani vollendet zur Führung

Der erste Durchgang glich einer Machtdemonstation der Hausherren. Während bei Fenerbahçe von möglich aufkommenden Unsicherheiten durch die Niederlage gegen Kayseri keine Spur war, war den Gästen der fehlende Spielbetrieb in der heimischen russischen Liga deutlich anzumerken. Fenerbahçe kontrollierte von Beginn an die Partie und spielte den russischen Tabellenführer teilweise gar an die Wand. Besonders über die rechte Seite, die von Isla und Moses laufend beackert wurde, lief in der Anfangsviertelstunde viel. So auch in der 20. Spielminute als der Chilene nach einem Doppelpass über rechts durchbrach, in den Starfraum eindrung und im letzten Moment nur noch von einem heranstürmenden Zenit-Verteidiger gestoppt wurde. Die anschließende Ecke sollte sich aber auszahlen: Nach der Hereingabe von Valbuena landete der Ball im Fünfmeterraum direkt vor Stürmer Islam Slimani, der nicht lang fackelte und den Ball ins Netz drosch – 1:0! (21.)

Harun Tekin macht den Elfmeterkiller

Kurze Zeit später hatte Elmas mit zwei Schüssen (24./28.) die Gelegenheit aufs zweite Tor, Torwart Lunev rettete aber jeweils. Dem Chancenwucher geschuldet, konnte man Fenerbahçe in der ersten Halbzeit nur den Vorwurf machen, das Spiel nicht frühzeitig zu entscheiden. Und die fehlende Kaltschnäuzigkeit sollte sich beinahe rächen: Nach einem Foul von Mehmet Topal an Driussi pfiff Schiedsrichter Buquet kurz vor der Pause auf Elfmeter für die Russen. Harun Tekin parierte den Schuss von Mak aber sensationell mit erst einer und dann mit beiden Händen im Nachfassen.

Der zweite Durchgang erwieß sich weitestgehend als höhepunktarm. Fenerbahçe büste dem Vollgasfußball der ersten 45 Minuten etwas ein, wodurch Zenit automatisch nochmal zurück ins Spiel kam. Rakitsky und Dzyuba (63./77.) hatten dabei die besten Chancen für die Russen.