Der Holländer und Weltranglistenerste Michael van Gerwen hat am Neujahrsabend sein Finalspiel gegen den Engländer Michael Smith mit 7:3 gewonnen und sich damit zum dritten Mal nach 2014 und 2017 zum Darts-Weltmeister gekrönt.

Nach der sensationell wie furchteinflößenden Vorstellung von MVG im Halbfinale gegen seinen ärgsten Widersacher Gary Anderson, startete der zweimalige Weltmeister auch im Finale gegen Michael Smith als klarer Favorit. Für den "Bully Boy", so der Spitzname Smiths, war es das erste Finale bei einer Darts-Weltmeisterschaft, nachdem er in den Jahren zuvor spätestens im Viertelfinale scheiterte.

Michael van Gerwen startete ähnlich furios wie im Halbfinale gegen Anderson und führte nach einer knappen Dreiviertelstunde mit 4:0. Michael Smith, der auf dem Weg ins Finale keinem Top 16-Spieler begegnete und somit das deutlich leichtere Turnierprogramm hatte, war die anfängliche Verunsicherung deutlich anzumerken. Erst im fünften bzw. sechsten Satz wachte der Weltranglistenzehnte auf, checkte unter anderem drei High-Finishes in Folge und stellte zwischenzeitlich auf 4:2. Nachdem MVG den darauffolgenden Satz gewann, verpasste Smith beim Stand von 2:2 in den Legs in Satz 8 die Chance erneut auf 5:3 zu stellen. MVG zeigte sich einmal mehr als Nutznießer gegnerischer Fehler und erzielte mit dem 6:2 die Vorentscheidung. Smith steckte aber nicht auf und holte sich, kurz vor van Gerwens ersten Championship-Darts, doch noch Satz Nummer 9. Seinen ersten Match-Dart vergab MVG im darauffolgenden Satz auf die Doppel 16, checkte aber jenes Doppel im anschließenden Leg und entschied somit das Spiel. Mit seinem dritten WM-Titel ist Michael van Gerwen nun der erste Spieler nach Phil Taylor, der mindestens drei Weltmeisterschaften der PDC gewinnen konnte.