Auch unter Ersun Yanal gelang Fenerbahce am Montagabend nicht der erhoffte Befreiungsschlag und erlebte beim 2:2-Unentschieden gegen Erzurum ein weiteres Debakel. Die Tore von Ayew und Škrtel reichten am Ende nicht.

Ersun Yanal stellte im ersten Pflichtspiel als Cheftrainer nach seiner Rückkehr auf insgesamt sechs Positionen gegenüber der Startelf beim 0:1 im Europapokal in Trnava um: Neustädter, Hasan Ali, Mehmet Topal, Mehmet Ekici, Elmas sowie Valbuena und Ayew begannen Reyes, Ismail, Yiğithan, Barış, Mahsun und Jailson.

Fenerbahçe wie ausgewechselt

Fenerbahçe war zu Beginn kaum wieder zu erkennen. Fehlender spielerischer Glanz, das Herausspielen von guten Chancen, aber auch eine gute Ordnung in der Defensive – Faktoren, die die „Kanarien“ unter den Ex-Trainern Cocu und Koeman zumeist vermissen ließen, wirkten plötzlich wie selbstverständlich – zumindest in Durchgang Eins. Nach raumöffnenden Pass von Ekici hinter die Erzurumer Abwehrkette, kam Isla am rechten Strafraumrand frei zum Flanken und fand am zweiten Pfosten André Ayew, der zur Führung einköpfte (18.). Der zweite Treffer folgte keine zehn Minuten später: Martin Škrtel verschaffte sich nach einer Ecke im Strafraum etwas Raum und platzierte die Hereingabe von Valbuena mit einem harten Kopfball ins linke Eck – 2:0! (27.)

Thy schockt „Kanarien“ in der Nachspielzeit

Dank eines wirklich couragierten Auftritts Fenerbahçe hatte Erzurum in der ersten Halbzeit wenig bis gar nichts entgegen zu setzen, wurde dann aber gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs eingeladen: Sunu fand nach einem Konter über die linke Seite den in der Mitte völlig freistehenden Bassan, der Torwart Harun beim Abschluss keine Chance ließ. Mit zunehmender Spielzeit kippte das Spiel aber und endete für die „Kanarien“ mit dem Ausgleichstreffer von Lennart Thy in der Nachspielzeit gar noch im Desaster.