In einer, bis tief in die Schlussphase, ereignisarmen Partie sehnt sich Galatasaray gegen Konyaspor, dank eines Lapsus von Verteidiger Demirok, lange auf der Siegerstraße. Dann aber überschlagen sich die Ereignisse. Serdar Aziz' Einsteigen kostet den "Löwen" schließlich drei Punkte.

Im Abwesenheit von Trainer Fatih Terim, der das Spiel von der Tribüne aus verfolgte, agierte Galatasaray zu Beginn im 5-2-3-System, in dem Eren Derdiyok und Fernando die verletzten Sinan Gümüş und Younes Belhanda ersetzten. Konya-Coach Kocaman brachte, im Vergleich zum 2:0-Sieg gegen Ankaragücü, Traore, Şahiner und Jonsson für Findikli, Fofana und Yatabaré in die Startelf.

Der Sekundenzeiger hatte noch keine ganze Umdrehung hinter sich, da setzte Flügelstürmer Feghouli mit einem Schuss von der Strafraumgrenze eine erste Duftmarke. Sowohl sein Schuss als auch der Versuch von Fernando zwei Minuten später wurden von Konya-Torhüter Kırıntılı und seinen Vorderleuten im letzten Moment geblockt. Galatasaray hatte die Partie im ersten Durchgang weitestgehend im Griff, aber weder Stürmer Eren Derdiyok (20. und 29.) noch Kapitän Selçuk (25.) konnten aber mit ihren Versuchen Kapital aus der Überlegenheit schlagen.

Auch in der zweiten Hälfte setzte Galatasaray die Akzente, das erste Ausrufezeichen aber kam von Konya: Şahiner trifft nach schöner Kombination über Traore und Jahović nur das Aluminium (60.). Den "Löwen" fehlte es weiterhin an der nötigen Präzision im Abschluss. Bezeichnend dafür, dass der Gegner beim Führungstor entscheidend mithilft: Eine Mariano-Flanke von der rechten Seite verwertet Verteidiger Uğur Demirok artistisch ins eigene Tor (69.). Die "Löwen" sehnten sich schon nach dem Heimsieg, ehe Innenverteidiger Serdar per Notbremse noch einen Elfmeter verursachte. Skubic ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte zum schmeichelhaften Ausgleich.