Er stand wie kaum ein Zweiter für die vielzitierte "Gewinner-Mentalität" des FC Bayern in den vergangenen Jahren: Arturo Vidal. Am gestrigen Abend wurde bekannt, dass der Chilene den deutschen Rekordmeister nach drei Jahren verlässt und sich dem spanischen Titelträger FC Barcelona anschließen wird. Die Bayern kassieren für den 31-jährigen Mittelfeldakteur immerhin noch stattliche 18 Millionen Euro.

In der katalanischen Metropole unterschrieb Vidal einen Dreijahresvertrag. Von den Münchnern gab es warme Worte zum Abschied: "Ich möchte mich im Namen des FC Bayern bei Arturo für drei tolle Jahre herzlich bedanken. Wir haben in dieser Zeit große Erfolge gefeiert, daran hatte Arturo maßgeblichen Anteil", erklärte Karl-Heinz Rummenigge.

Wie schwer wiegt Vidals Abschied?

"Er ist auch in wichtigen Spielen immer vorangegangen, auf ihn konnten wir uns immer verlassen", führte Rummenigge weiter aus. Bei den Münchnern dürfte Vidal allen voran aufgrund seiner Kämpfermentalität, die ihm den Spitznamen "der Krieger" einbrachte, eine nicht unerhebliche Lücke hinterlassen. Diese könnte beispielsweise Leon Goretzka füllen, der vom FC Schalke 04 an die Säbener Straße wechselte.

Vidal selbst hatte für seinen ehemaligen Arbeitgeber nur gute Worte übrig: "Danke an den FC Bayern und alle Fans. Ich habe die Zeit in München sehr genossen. Ich möchte mich beim Verein dafür bedanken, dass ich noch einmal die Chance bekomme, eine neue Herausforderung in Barcelona anzunehmen."