Die offizielle Stellungnahme von Türkspor Eppingen zu Eschelbachs vorzeitigem Rückzug vom Spielfeld im Wortlaut:

"Der Türkspor Eppingen möchte sich im Vorfeld bei der SG 2000 Eschelbach für die sehr subjektive Stellungnahme bedanken. Ein ausgeartetes Amateurspiel medial dermaßen fern von der Realität in Szene zu setzen und damit einem anderen Verein direkt und mit Kalkül zu schaden, zeugt nicht von Sportsgeist. Das ist wahrlich nicht im Sinne des Fußballs! Wir erhoffen uns nun, dass die SG 2000 nach Spielentscheid mit einer zweiten Stellungnahme diesmal hoffentlich dem Fairnessgedanken nachgeht. Das ist wohl das Mindeste, was wir als Hausherren sehen möchten.

In der Partie zwischen Türkspor Eppingen und SG 2000 Eschelbach am 6. Mai 2018 kam es in der zweiten Halbzeit (78. Spielminute) leider zu folgendem Vorfall: Beim Stand von 3:1 für die Gastgeber gab es in Höhe der Mittellinie einen Einwurf für Türkspor Eppingen. Der sich zu diesem Zeitpunkt an dieser Stelle mit seiner kleinen Tochter befindliche Zuschauer des Türkspor hat sich bei der Rückgabe des Spielgeräts etwas Zeit gelassen, was zum einen dem Spielstand von 3:1 und der Tatsache, dass das Spielgerät sich in das Netz des verfangen hat, geschuldet war.

Es muss an dieser Stelle klar erwähnt werden, dass es nicht die Aufgabe eines Zuschauers ist, den Ball ins Spiel zu bringen. Zudem gab es auch keine explizite Aufforderung vom Schiedsrichtergespann. Ersatzspieler des SG machten sich daraufhin auf den Weg zum Türkspor-Zuschauer, um den Ball zu holen. Hier begannen erste Schubsereien mit den Auswechselspielern und dem Zuschauer. Einem Eschelbacher Betreuer ging dieses Prozedere wohl zu langsam. Er ging mit einem Sprint aus der Trainerzone in Richtung des Zuschauers und des Balles los und stieß gegen den Zuschauer weg. Folglich kam es zur Handgemenge. Die Partie verlief bis dahin definitiv sehr ruhig und war mit drei Verwarnungen eher unauffällig.

Ein zu diesem Zeitpunkt bereits ausgewechselter Türkspor-Spieler (Rückennummer 7, ohne Trikot) und die Platzordner kamen zum Beschwichtigen der Situation hinzu. Der Türkspor-Spieler schubste gerade den Platz verlassenden SG-Spieler (Trikotnummer 5) vom angegangenen Türkspor-Zuschauer weg. Daraufhin wurde der Türkspor-Kicker von dem Spieler mit der Trikotnummer 3 des SG in den Nacken geschlagen und dieser Spieler hat sich anschließend gewehrt. Daraufhin haben sowohl der Spieler des Türkspor Eppingens als auch der aktive Spieler des SG Eschelbaches die Rote Karte gesehen. Die Reaktion unseres Spielers missfällt uns dennoch. Dies drücken wir einmal mehr klar aus und unterstreichen wiederholt den Fair-Play-Gedanken.

Der SG Eschelbach hätte das Spiel also ab der 83. Spielminute in Unterzahl spielen müssen. Dass der SG dieses Spiel nicht mehr drehen konnte und die Möglichkeit von weiteren Gegentreffern auf Grund der Unterzahl geschaffen wurde, war allen Beteiligten ab diesem Zeitpunkt klar.

Durch den unbegründeten und vorzeitigen Gang in die Katakomben erhoffen sich die Gäste am grünen Tisch ein besseres Resultat als die 1:3-Pleite. Das Spiel war auf dem Platz bereits mit dem zwischenzeitlichen 3:1 entschieden. Wir missen hier das ehrliche und faire "weiterkämpfen" auf dem Platz. "Ich habe ja schon verloren, habe jetzt keine Lust mehr zu spielen"-Gedanken sind überhaupt nicht im Sinne des Sports. Wir appellieren hier an die Vernunft, die Reife sowie an die Objektivität aller Beteiligen.

Dazu: Ein kleines Mädchen musste die Rangeleien leider miterleben, wurde erschrocken und umgehend von einem Türkspor-Zuschauer vorsorglich in Obhut genommen. Ertragbar ist das Erlebnis des kleinen Mädchens in der Tat nicht. Einsichtig, ehrlich, aufrecht und beschwichtigend haben die Gäste leider zu keinem Zeitpunkt nicht gehandelt. Die SG-Stellungnahme ist lakonisch und bildet die Vorfälle leider nicht komplett ab. Vielmehr war die Devise, ein schon verlorenes Spiel mit Kalkül und Falschmeldungen am grünen Tisch zu drehen. Dieser unfaire Umstand und diese unsportliche Berechnung ist nur enttäuschend.

Durch das vorzeitige Verlassen des Spielfeldes hat der SG Eschelbach an Unsportlichkeit gar den Zenit übertroffen. Der Türkspor Eppingen distanziert sich klar von diesem Theater. Dem Report nach hat die vorausgehende Rangelei keinesfalls ein Spielabbruch zur Folge gehabt. Ergänzend wollen wir hinzufügen, dass der Türkspor Eppingen bis zu diesem Spiel in der Fairnesstabelle an vierter Stelle stand und somit einen der fairsten Mannschaften der Kreisliga Sinsheim verkörpert.

Türkspor Eppingen fordert demzufolge eine lupenreine sowie neutrale Bewertung der Vorfälle und somit die rechtmäßige Sanktionierung des SG 2000 Eschelbach. Mit sportlichen Grüßen. Türkspor Eppingen"