Uneinholbar an der Spitze: Die Dominanz der Topvereine

Die europäische Fußballsaison nähert sich der heißen Phase. Allerdings lässt der Kampf um die Meisterschaft zumindest in den Spitzenligen in diesem Jahr etwas zu wünschen übrig. In England, Spanien, Frankreich und Deutschland gibt es jeweils ein Team, dem der Titel kaum mehr zu nehmen ist. Was sind die Gründe für die Dominanz einzelner Clubs in dieser Spielzeit?

Pep peilt die Meisterschaft an

Manchester City zieht in der Premier League einsam seine Kreise an der Spitze. In Jahr zwei unter Trainer Pep Guardiola, scheint die Mannschaft die Spielidee ihres Trainers endgültig verinnerlicht zu haben. Sechzehn Punkte trennen Manchester City von Verfolger und Stadtrivalen Manchester United. Mit 83 Treffern hat keine andere Mannschaft den Ball so oft im gegnerischen Gehäuse untergebracht. 20 Gegentore bedeuten ebenfalls Ligaspitze. Beinahe schon eine Routineaufgabe war auch das Spiel gegen den amtierenden Meister FC Chelsea, das die Guardiola-Truppe unaufgeregt aber dominant mit 1:0 für sich entschied. Grund für die Dominanz der Citizens ist aber nicht nur Coach Guardiola: Mit Leroy Sane und Ilkay Gündogan hat der Trainer gleich zwei deutsche Spieler zur Verfügung, die auf ihrer Position mittlerweile zu den Besten der Welt gehören, wie die "Bild" berichtete. Auch wenn es rein rechnerisch noch möglich ist, dass sich ein anderes Team die Meisterschaft schnappt – ernsthaft in Betracht zieht das auf der Insel niemand mehr. Stattdessen beschäftigt man sich lieber damit, wer zum Torschützen des schönsten Tors des Jahres wird. Heißer Anwärter darauf ist Wayne Rooney, dessen Tor gegen West Ham Stand 11. März eine Quote von 2,50 beim Anbieter Betway aufweist.

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PSG uneinholbar vorne

Ein ähnliches Bild bietet sich in der französischen Liga. Paris St. Germain führt die Tabelle nach dem 29. Spieltag mit 14 Punkten Vorsprung an. Der Hauptstadtclub hat bereits 91 Tore erzielt. Kantersiege wie zuletzt das 5:0 in Metz sind für PSG zur Normalität geworden. Doch die fast sichere Meisterschaft ist nur ein schwacher Trost für die Franzosen. Denn das Ausscheiden in der Champions League nach dem schwachen 1:2 im Rückspiel des Champions-League-Achtelfinales schmerzt den Club noch immer. Auch wenn die PSG-Stars neidlos anerkannten, dass mit Real die bessere Mannschaft weitergekommen ist. Die Dominanz von PSG in der Ligue 1 liegt nicht nur daran, dass PSG extrem gut ist. Die anderen Vereine haben im Vergleich dazu ein geradezu mickriges Budget. Mit 757 Millionen Euro ist der Marktwert des Teams von PSG fast doppelt so hoch wie jener der zweitwertvollsten Mannschaft des AS Monaco (343 Millionen Euro). Refinanziert werden die Kaderausgaben von PSG teilweise mit Merchandising, etwa mit dem Neymar-Trikot, das im Nike Onlineshop für einen stolzen Preis erhältlich ist.


Barcelona dank Messi auf Titelkurs

Nicht ganz so eklatant ist der Vorsprung des FC Barcelona in der spanischen Primera Division. Komfortable acht Punkte Vorsprung auf Atletico machen die Meisterschaft allerdings sehr wahrscheinlich, insbesondere nach dem Sieg über Atletico im Spitzenspiel. Der FC Barcelona profitiert in dieser Spielzeit ganz eindeutig von der rätselhaften Ligaschwäche des Dauerrivalen Real Madrid. Die Madrilenen weisen einen Rückstand von 15 Punkten auf und waren zu keiner Zeit der Saison in der Lage, in den Kampf um die Meisterschaft einzugreifen. Allerdings spielt der FC Barcelona nach wie vor starken Fußball, der nimmermüde Lionel Messi kommt in der Liga schon wieder auf stolze 24 Tore. Auch im Kampf um den Champions-League-Titel ist Barcelona weiterhin ein heißer Anwärter.

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Bayern vor Meistertitel Nummer 28

Und in der Bundesliga? Dort sind die Bayern ebenfalls enteilt. Beim Rekordmeister scheint derzeit alles zu funktionieren: In der Champions League scheint das erreichen des Viertelfinales nach dem hohen Sieg im Hinspiel gegen Besiktas nur noch reine Formsache zu sein. In der Bundesliga führen die Bayern die Tabelle mit haushohem Vorsprung an. Sogar der früheste Meistertitel aller Zeiten scheint möglich. Zudem verkündete Leistungsträger Joshua Kimmich seine Vertragsverlängerung. Die Bayern können mit Kimmich bis 2023 planen.