Würde man eine Umfrage unter Bayern-Fans starten, wer denn nun länger da sei – Franck Ribéry oder die Allianz-Arena – es würde wohl auf ein Kopf-an-Kopf Rennen hinauslaufen. De Facto steht das Müncher Stadion-Prunkstück jedoch schon zwei Jahre länger. Und es wird auch den kleinen, französischen Dribbler überleben, der wohl auf die Zielgerade seiner Laufbahn einbiegt.  

Doch hiervon will Ribéry zumindest noch nichts wissen. In der "Sport Bild" forderte der Franzose indirekt von der Bayern-Führung, sich zwecks seines auslaufenden Vertrags zeitnah zusammenzusetzen. Er könne noch "zwei Jahre auf Top-Niveau spielen", so Ribéry. Und weiter: "Meine Präsenz ist sehr wichtig für die Mannschaft, für die Stimmung. Es geht nicht nur um Aktionen auf dem Feld."

Ist Ribéry für Bayern noch ein Mehrwert?

Doch die Frage sei erlaubt, ob Ribéry den Bayern wirklich noch helfen kann, zumindest in sportlicher Hinsicht. Diverse Verletzungen sorgten zuletzt dafür, dass der 35-jährige immer wieder außer Gefecht gesetzt wurde. Zudem fehlt ihm naturgemäß die Spritzigkeit früherer Tage. Kein Wunder also, dass inzwischen Youngster wie Kingsley Coman auf mehr und mehr Einsatzzeiten pochen.

Entscheidet sich die Bayern-Führung gegen eine Weiterverpflichtung Ribérys, endet allerdings auch eine Ära. Seit 2007 dribbelte sich "König Franck" in die Herzen der Bayern-Fans, erzielte in wettbewerbsübergreifend 368 Partien 113 Treffer und legte weitere 174 auf. Es bleibt abzuwarten, ob am Ende der Saison aus München folgender Spruch zu hören sein wird: "Der König ist tot. Es lebe der König."