Weiter geht’s in unserer Serie "europäische Stadien". Heute im Blick: Die Allianz Arena in München.

Die Heimstätte des FC Bayern München ist eines des modernsten Stadien Europas. Eröffnet im Jahr 2005 diente sie bis zum diesjährigen Sommer auch dem TSV 1860 München als "Wohnzimmer" – bis dieser im Zuge des Neuaufbaus in der Regionalliga Bayern auszog. Für die Bayern ist die Allianz Arena in mehrfacher Hinsicht ein Trumpf. Allen voran die sportliche Bilanz sorgt dafür, dass man beim deutschen Rekordmeister diesbezüglich von einer Bilderbuchgeschichte sprechen kann.

Denn in den abgelaufenen fünf Bundesliga-Saisons kassierten die Bayern gerade einmal fünf Heimniederlagen – ein Spitzenwert. Ob hieran aber die zumeist durchschnittliche Stimmung Anteil hat, darf zumindest in Frage gestellt werden. Nicht wenige Stimmen in München behaupten, dass die Atmosphäre im Olympiastadion besser war. Hauptursächlich hierfür ist die Trennung der beiden Heimblocks, die jeweils hinter den beiden Toren versuchen ihre Mannschaft nach vorne zu peitschen.

Die Allianz Arena in rot – das Markenzeichen der Arena

Fernab der Stimmungsdebatte ist die Arena an sich aber in jedem Fall eine Reise wert. Allen voran die über 1.000 an der Außenfassade befestigten Folienkissen, die an Spieltagen mit Bayern-Beteiligung rot beleuchtet werden, sorgten von der Eröffnung an für richtige Hingucker. Mittlerweile wurde die Luftkissen-Fassade umgerüstet und es wurden über 8.000 Leuchten mit 300.000 LEDs verbaut. Das sorgt dafür, dass sogar richtige Farbverläufe dargestellt werden können.

Integriert ist auch die Bayern-Erlebniswelt, in der die Geschichte des FC Bayern für Fans und Nicht-Fans in verschiedenen Ausstellungsstücken aufbereitet wurde. Die Spielewelt und ein großer Fanshop runden das Bild des Fußballstadions als Entertainment-Hort ab.

Foto: Allianz Arena/B. Ducke