Als Uli Hoeneß anno 2001 vom „FC Bayern Deutschland“ sprach, war diese Vision in erster Linie auch mit Blick auf die anstehende Weltmeisterschaft 2006 ausgerichtet. Doch die Grundthematik ist aktueller denn je – und die Bayern könnten im kommenden Transfersommer gleich um zwei deutsche Nationalspieler reicher werden.

Entsprechende Gerüchte um die Namen Leon Goretzka von Schalke 04 und Julian Draxler von Paris St. Germain kursieren nicht erst seit heute durch die deutsche Sportlandschaft. Und doch wären beide Transfer bei genauerer Betrachtung des aktuellen Bayern-Kaders mehr als sinnvoll. Entsprechend äußerte sich auch Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic gegenüber der „Sport Bild“.

„Gute deutsche Spieler sind grundsätzlich immer interessant.“

Im zentralen Mittelfeld der Bayern wird noch immer nach einer Königslösung für den im vergangenen Sommer zurückgetretenen Spanier Xabi Alonso gefahndet. Und was wäre naheliegender, als Schalke-Senkrechtstarter Leon Goretzka auf dem Schirm zu haben? Zumal dessen Vertrag im kommenden Sommer ausläuft und der FC Bayern somit keine Ablöse in Richtung Gelsenkirchen überweisen müsste.

Auch auf den Außenbahnen werden bei Bayern schon kurzfristig Kaderkapazitäten frei. Sowohl Franck Ribéry als auch Arjen Robben befinden sich im Herbst ihrer Karriere und werden den Münchnern nicht mehr jahrelang zur Verfügung stehen. Der in Paris ins zweite Glied gerutschte Julian Draxler könnte somit eine der bald vakanten Positionen übernehmen.

Salihamidzic äußerte sich entsprechend vielsagend: „Gute deutsche Spieler sind grundsätzlich immer interessant.“ Und auch Klub-Boss Karl-Heinz Rummenigge hält sich nur wenig bedeckt: „Wenn die sportliche Leitung uns irgendeinen Namen sinnvoll vorträgt, dann werden wir uns damit befassen.“