Die Verletzung von Franck Ribéry schockte die Münchner Bayern nachhaltig. Der Franzose verletzte sich bei der Begegnung in Berlin schwer am Knie und fällt mit einem Außenbandriss bis auf weiteres aus. Doch wie es manchmal so läuft, hat sich in Ribérys Abwesenheit Kingley Coman innerhalb kürzester Zeit in den Fokus gespielt. Und die Auftritte des 21-jährigen machen Lust auf mehr!

Coman verkörpert derzeit etwas, was den Bayern insbesondere in der Endphase des Ancelotti-Engagements abhanden kam: Kreative Explosivität. Und er wird in seinem Spiel immer effektiver. Gegen den HSV zog Coman 24 Sprints an – Bestwert aller Akteure. Er spulte ebenso die meisten Kilometer herunter und gewann die meisten Zweikämpfe (13).

Schafft es Coman die großen Fußstapfen zu füllen?

Die Fußstapfen, die Ribéry aktuell hinterlässt und die nach dem Karriereende des Bayern-Urgesteins nicht kleiner werden dürften, sind für Coman indes noch schwer zu füllen. Gerade die verkappte Spielmacherfähigkeit Ribérys kann Coman noch nicht auffangen, wenngleich seine kreative Zuspiele für Überraschungsmomente im Bayern-Spiel sorgen können.

Ein großer Kritikpunkt an Coman ist dessen noch immer übersichtliche Torgefahr. Erst sieben Tore gelangen ihm in 51 Bundesligaspielen. Schafft er es, auch in dieser Hinsicht effektiver zu werden, kann er durchaus berechtigte Stammplatzansprüche anmelden – auch in Zeiten, in denen Ribéry wieder an Bord ist. Comans aktuelle Form erinnert an seine Anfänge unter Pep Guardiola. Dem jungen Franzosen wäre es zu wünschen, endlich so richtig durchzustarten.