Beşiktaş wurde im historischen Skandalderby gegen Fenerbahçe vom Schiedsrichter Ali Palabıyık wie vor Monaten zuvor regelrecht zerlegt. Dem türkischen Meister wurde ein regulärer Treffer wegen Abseits aberkannt (Negredo stand 77 cm nicht im Abseits) und davor hat der Offizielle Beşiktaş einen Foulelfmeter nicht zugesprochen. Ein Kommentar zum Skandalderby von LIGABlatt-Chefredakteur Fatih Şenel.

"Zwei Fenerbahçe-Tore vom Punkt, fünf größtenteils berechtigte und damit vertretbare Platzverweise, doch neben dem Ganzen Theater mussten wir Zuschauer am Samstagabend etliche skandalöse und ergebnisverfälschende Schiedsrichterfehler leider ertragen. Schaute etwa ein neugieriger Asiate zufälligerweise das skandalöse Derby in Kadıköy an, so dachte dieser sicherlich, wie unfair und unehrlich ein Resultat im Fußball sein kann. Zum umstrittenen Offiziellen Ali Palabıyık gibt es natürlich viel zu sagen, doch ich belasse es bei einer zutreffenden Umschreibung – er ist die Auftragspfeife der Süper Lig schlechthin, der schon im Pokalspiel zwischen den beiden Rivalen Robin van Provokateur nicht vom Platz schicken konnte. Am Samstagabend sahen die Zuschauer leider jede Menge Schiedsrichter-Irrtümer, die beim besten Willen nicht harmlos waren. Doch eines ist uns mit dieser beschämenden Schiedsrichterleistung klar geworden! In dieser Saison muss Meister Beşiktaş das dreckige Spiel außerhalb des Stadions extrem gut beherrschen. Das klingt erst einmal kriminell und überspitzt, hat aber seinen Grund. Gut, warum dieser Gedanke eigentlich? Ja, weil eben der nächste speziell beauftragte Schiedsrichter Beşiktaş wieder zerlegen könnte. Für das Gegenteil gibt es ja keine Garantien vom Verband. Und Fenerbahçes überschatteter Derby-Sieg wird mit den Elfmetertoren nicht ehrlicher oder gerechter. Jeder Fenerbahçe-Fan wurde ausnahmslos Zeuge, wie dieser Ali Palabıyık Beşiktaş aktiv behinderte und die Kicker vom Bosporus den endlosen Ungerechtigkeiten total frustriert mit drei Platzverweisen antworteten. Auf der anderen Seite könnte man sich aber die Haare raufen: Ricardo Quaresmas Eskapaden haben die Grenze längst überschritten – er schadet der Mannschaft mit seiner arroganten und unzähmbaren aggressiven Art enorm. Bei allem Respekt an seine individuellen Klasse – es ist Zeit, diesen technisch versierten aber unbedachten Kerl loszuwerden. Jede Saison kassiert er fahrlässig unnötige Platzverweise und verrät seine Teamkollegen. Dazu hat er als lebende Legende schlicht kein Recht! Somit geht die Rote Karte im Bananen-Derby klar in Ordnung. Jetzt aber beginnt die Saison von vorne und Fenerbahçe wird im Rückspiel im Vodafone Park keine Tulpen oder Rosen in Empfang nehmen können. Ali Palabıyıks Tage als die Pfeife in Person dürften allmählich gezählt sein. Das Derby war für ihn eine unverhoffte Rettung. So schnell wird diese inkompetente und falsche Person nicht wieder auf dem Platz für weitere Skandalurteile sorgen dürfen."

"Der geniale Taktiker und Welttrainer Aykut Kocaman findet Beşiktaş neuerdings überheblich und übermütig – nach dem Skandalsieg posaunt der Alex-Neider natürlich in der Pressekonferenz große Töne. Den falschen Charakter dieses ligaweit verhassten Neidhammels kennen wir ja nur zu gut. Alex de Souza kann ein Lied von diesem Narzissten singen. Er ist und bleibt der Lieblingsdackel von Aziz Yıldırım. In drei Wochen werden wir im Derby gegen Galatasaray vom feinsten erleben, wie vorsichtig, respektvoll und bestimmt dieser Held wirklich ist."

"BJK-Coach Şenol Güneş hat vor Wut die Mutter einer ehrenvollen Person auf dem Spielfeld beleidigt und musste dafür die Coaching Zone verlassen. Ich gebe zu, der Verweis auf die Tribüne war eine mutige und die einzig korrekte Entscheidung im Spiel. Damit hat Ali Palabıyık eindrucksvoll bewiesen, dass er alles im Griff hatte – nur wir haben alles erdenkliche total falsch verstanden."