Die türkischen Traditionsklubs Beşiktaş und Galatasaray haben Zahlen zu ihren Finanzen veröffentlicht. Demnach haben die Vereine zum 30. September 2015 kumuliert rund zwei Milliarden Lira an Schulden – ein neuer Negativrekord! 

Bei den Löwen hat sich der Schuldenberg auf besorgniserregende 995 Millionen Lira (etwa 322 Mio. Euro) aufsummiert, die Schwarzen Adler haben Verbindlichkeiten in der Höhe von 926,6 Millionen Lira (rund 300 Mio. Euro) zu begleichen. Erklären lässt sich der Anstieg der Schulden am Bosporus mit zum Beispiel dem Stadionbau, der neuen Vodafone Arena. Nach Angaben der Schwarz-Weißen hat die Errichtung der neuen Arena bereits 277,7 Millionen Lira verschlungen. Hinzu kommen die krassen Spielergehälter und Managerprovisionen, die dazu noch in Euro oder US-Dollar ausbezahlt werden. Mit dem Verlust der Lira gegenüber den Leitwährungen ist der finanzielle Verlust der türkischen Klubs nicht aufzuhalten.

Galatasaray befindet sich in akuter Gefahr

Am 15. Dezember wird sich zudem entscheiden, ob Galatasaray von der UEFA für die Teilnahme in den europäischen Wettbewerben zugelassen oder suspendiert wird. Die finanzielle Schieflage der türkischen Vereine hat somit ein gefährliches Level erreicht. Bleibt zu hoffen, dass wenigstens Beşiktaş nach dem Stadionbau die Schulden abbauen kann.