SK Sulzfeld: Vorstand erklärt sich gegen Rassismus

Beim Schachklub Sulzfeld hat ein Funktionär türkischstämmige Spieler rassistisch beleidigt. Klubvorstand Hubert Eilber uns inzwischen eine  Distanzierung zukommen lassen und ist über den Fall bestürzt. Der SK Sulzfeld sei "überparteilich und gegen jegliche Form von Rassismus".

Vergangenen Samstag ereignete sich ein Vorfall beim SK Sulzfeld, das für Empörung und Unmut sorgte. Die langjährigen Mitglieder des Schachklubs, Ferhat, Osman und Onur Şenel wurden aufgrund einer Meinungsverschiedenheit vom Spielleiter und Pressewart Manfred Herzog rassistisch beleidigt. Dieser war mit dem Kader, die vom Mannschaftsführer der ersten Mannschaft, Onur Şenel aufgestellt wurde, derart nicht einverstanden, sodass extreme und rassistische Beleidigungen folgten.

Während der Vorstand ebenfalls empört über den Rassismus-Blackout des Spielleiters war, fehlte es den Jugendspielern offenbar an Rückendeckung. Die Gebrüder Şenel werden seit Jahren mit den Farben des SK Sulzfeld identifiziert, zeichneten sich zudem durch ihre Verbundenheit zum Verein aus. Durch keine anderen Jugendspieler konnte der Verein derartige Erfolge einfahren, wie durch die Şenels. Für Rassismus sollte es innerhalb einer Sportart keinen Platz geben, Manfred Herzog sollte dagegen schnellstens vom Verein ausgeschlossen werden. Unabhängig von der Haltung des SK Sulzfeld wird der verbale Überbriff von Manfred Herzog strafrechtliche Folgen haben. LIGABlatt wird die türkischen Spieler dabei unterstützen.

"Psychologisch krank und komplexbehaftet"

LIGABlatt-Chefredakteur Fatih Şenel gab eine erste Reaktion ab: "Die Gebrüder Şenel genießen in Sulzfeld recht viel Anerkennung und sind stolz auf ihr bisheriges Vereinsleben. Bei der jährlichen Sportlerehrung der Gemeinde wird dies auch bestätigt. Jedoch hat ein psychologisch kranker und wahrscheinlich komplexbehafteter Typ sie fremdenfeindlich behandelt. Das wird strafrechtliche Folgen haben. Entweder schließt man diesen Übeltäter vom Verein aus oder man wird den Klub nicht mehr aufsuchen. Ich erwarte auch von unserer Bürgermeisterin Frau Pfründer eine klare Ansage".