Es heißt bald bitte den Laden zumachen! Sportliche Rekorde sind Fehlzeichen, dafür kann die Süper Lig uns stolze Verbindlichkeiten präsentieren. Die 18 Klubs der wirtschaftlich ungesunden Liga haben etwa 3,5 Milliarden TL Schulden angehäuft. Die Alarmglocken schrillen, doch Rettungsversuche scheinen utopisch!

Die türkische Sportpresse berichtet übereinstimmend und zum Ärgernis der Fans, dass die Vereine der Süper Lig zum Kalenderjahr 2015 rund 3,5 Milliarden TL (umgerechnet 1 Mrd. Euro) Schulden zu begleichen haben. Diese negative Rekordsumme habe sich in den letzten Jahren vervielfacht, da die Vereine zum einen negative Transferbilanzen aufweisen und zum anderen über Jahrzehnte hinweg Steuerberge aufgeschüttet haben.

Lukrative Zinseinnahmen für Banken

Rund 1,7 Milliarden TL dieser Rekordsumme sind Verbindlichkeiten an Banken und Kreditgeber, die Zinszahlungen beziffern sich auf schmerzende 356 Millionen TL. Ob und wie nun die türkischen Klubs aus diesem Sumpf ist eine Frage, die selbst Experten zur Aussage "Frag mich nicht" verleitet. Vielleicht kann ja die bevorstehende Süper Lig AŞ für die Rettung sorgen.

Nur Konsolidierungen und Reformen können helfen

LIGABlatt analysiert, sobald die Süper Lig eine ordentliche Auslandsvermarktung vorweisen kann und die Spieler erstens günstig gebunden werden und zweitens die Steuerschulden konsolidiert werden, kann man vielleicht in den nächsten zehn Jahren von einer wirtschaftlich gesunden Institution sprechen.