Der altbekannte SüperLig-Austrahler Digitürk hat bald einen neuen Eigentümer. Für eine Summe von etwa 1,2 Mrd. US-Dollar übernimmt die Mediengruppe beIN sehr bald das Geschehen beim türkischen Pay-TV-Sender. Die 3.3 Mio. Kunden lockten offenbar den Pariser Klubchef Nasser Al-Khelaifi.

Die türkische Süper Lig wird noch bis zum Ende der Saison 2016/17 auf dem Digitürk-Kanal LigTV übetragen werden. Der neue Plattformbesitzer ist allerdings nicht unter dem NAmen beIN bekannt, sondern vielmehr bei Paris St. Germain zu finden. Der Klubchef Nasser Al-Khelaifi ist ein Medienmogul und will mit dem Kauf von Digitürk die Süper Lig in sein Portfolio aufnehmen. Der Kaufpreis soll zwischen einer und 1,2 Mrd. US-Dollar liegen.

2017 neue Ausschreibung um Übertragungsrechte

Mitte 2013 wurde Mehmet Emin Karamehmet wegen den immens hohen Steuerschulden vom Staat enteignet, sodass seine gigantische TV-Plattform der öffentlichen Hand übergeben wurde. Der Einlagensicherungsfonds der Türkei (TMSF) möchte nun die digitale Plattform an den zahlungsfreudigen Kunden Nasser Al-Khelaifi verkaufen. Ab Mitte 2017 wird zudem darüber neu verhandelt, welche TV-Plattform die Süper Lig überträgt. Derzeit zahlt Digitürk 321 Mio. US-Dollar für die Ausstrahlung einer STSL-Saison, ab 2017 dürfte dieser Betrag bei 500 Mio. US-Dollar liegen. Zum Vergleich: Die 1. und 2. Bundesliga kratzt bereits an der 700-Mio.-Grenze. Die Übertragung der englischen Premier League kostet ab 2016 pro Saison über zwei Mrd. Euro.