Prof. Dr. Ünsal Ban, Vorsitzender der Stiftung für Weltwirtschaft- und Strategieforschung (DESAV), erklärte, dass Galatasaray Schulden in Höhe von 300 Mio. US-Dollar habe, die "Schwarzen Adler" müssten Verbindlichkeiten in der Größenordnung von 265 Mio. US-Dollar nachgehen. Fenerbahçe kann dieser bitteren Wahrheit noch entspannt begegnen.  

aysal2Aus der Analyse von Prof. Dr. Ünsal Ban geht hervor, dass Manchester United mit einer Nettoverschuldung von 569 Mio. US-Dollar den Rekord unter den Klubs in Europa hält. Stolze 384 Mio. US-Dollar Last haben die "Gunners" zu tragen, wohingegen der FC Schalke 04 auf 382 Mio. US-Dollar Schulden sitzt. Bei den türkischen Vereinen sieht das Bild nicht wirklich beruhigender aus. Um es vorwegzunehmen, zwei der drei Istanbuler Traditionsvereine sind in Sachen Schuldenstand unter den besten zehn in Europa! Auf Platz 7 schafft es Galatasaray mit 300 Mio. US-Dollar Schulden, neunter ist Besiktas, Trabzonspor liegt mit 107 US-Dollar an Verbindlichkeiten auf dem 14. Platz. Die "Kanarien" haben vergleichsweise nur 81 Mio. US-Dollar Schulden und sind somit 17. in der brisanten Liste der Schuldenmeister.

Keine Konsolidierung und Kurswechsel in Sicht  

Da können sogar die umstrittenen Kapitalerhöhungen nicht mehr helfen. Der Anleger wird nämlich langfristig darauf schauen, ob die Istanbuler tatsächlich positiv wirtschaften und auf Konsolidierungskurs gehen. Diesen Weg schlugen die "Schwarzen Adler" mit Fikret Orman zwar ein, doch ein gewaltiger Schuldenabbau ist bis heute nicht in Sicht. Bei Galatasaray streitet man sich heute über den neuen Präsidenten, Fenerbahçe kann sich noch um andere Dinge, wie etwa Bauprojekte, kümmern. Und bis Besiktas in der neuen Vodafone Arena auflaufen kann, vergeht noch wohl noch ein weiteres Jahr. Mit der Neueröffnung erhofft man sich nämlich grandiose Einnahmen und eine engere Bindung zu den Anhängern. Man wünscht sich, dass die Fans mindestens soviel ausgeben für die Anhänger der "Kanarien". Ob die Fans tatsächlich doch nicht ihr Geld dafür bereitstellen, damit die Vereine weiterhin fleißig die Schulden aufbauen, ist hier die andere Frage.