Skandalkicker Batuhan Karadeniz (22) ist bei keinem türkischen Verein erwünscht, findet einfach keinen neuen Arbeitgeber, ist aber dank der tollen Geschenke der Süper-Lig-Klubs unbekümerter Millionär.

Genau das meinte Uli Hoeneß mal, als ein Journalist einen Bayern-Youngster lobte: Wenn man junge Kicker schon so früh hohe Jahresgehälter zuspricht, überdimensionale Anlaufprämien bezahlt, in den Medien hochpreist, dann brauch man sich nicht wundern, wenn das Nachtleben und die Disziplinprobleme ausarten. Der FC Bayern hatte seine Kicker auch in einem Münchner Nobeldisco im Griff. So lief und läuft es aber in Istanbul eben nicht: Ein Beispiel ist Batuhan Karadeniz. Der 22-Jährige kräftige Angreifer wurde einst von Besiktas hochgelobt, dann an die Pranger gestellt und später den anderen kleineren Süper-Lig-Klubs zur Verfügung gestellt.

Vom Talent zum schamlosen Großmaul

So richtig Lust hatte Karadeniz nach seiner ersten Million nicht mehr, dies gab er sogar öffentlich zu. Sein letztes Spiel bei Trabzonspor machte der unzähmbare Stürmer im September. Der Kontrakt beim Schwarzmeerklub läuft noch bis 2016. Die Verhaltensprobleme begannen beim früheren BJK-Kicker in Istanbul, einmal ließ er sogar seinen Vater mitten im Istanbuler Verkehrschaos zurück. Der alte Herr musste nach einem Streitgespräch den Sportwagen des "Talenten" verlassen – der Beginn, wie ein Talent zum geschmacklosen Millionär wurde.