Die "Kanarien" haben zur großen Überraschung beantragt, dass die Juristen die Manipulationsgeschichte von 2011 neu aufrollen. Den Eilantrag begründet Fenerbahçe mit "feindlichen Zellen und Kräften" innerhalb der türkischen Polizei und Justiz, die das Verfahren zum Nachteil des 18-fachen türkischen Meisters beeinflusst hätten.

yargitay1Fenerbahçe will die noch ausstehenden Urteile des Kassationshofes (LIGABlatt berichtete) nicht so einfach hinnehmen und hat inzwischen die Wiederverhandlung des Manipulationsskandals von 2011 beantragt. Für die "Kanarien" gäbe es innerhalb der türkischen Polizei und Justiz gefährliche und organisierte Gruppen, Zellen oder Kräfte, die zusammen ein Komplott konstruiert und in Gang gesetzt hätten. Die zum Ausdruck gebrachte Verschwörung soll letztlich mit neuen Beweisen und Unterlagen die Unschuld Fenerbahçes beweisen. Die jüngsten politischen Ereignisse in der Türkei seien für den türkischen Pokalsieger Grund genug, gegen ein zu Fenerbahçes feindliches Konstrukt und dessen Machenschaften vorzugehen. Klubpräsident Aziz Yildrim gab mehrmals an, dass die Gülen-Bewegung gegen ihn und den Klub operationell vorgehe. Die türkische Polizei und Justiz seien systematisch von dieser Gruppe "unterlaufen" worden, glauben einige Fenerbahçe-Funktionäre zu wissen.

Aziz Yildirim glaubt an Machenschaften von "Staatsfeinden"

Klubpräsident Aziz Yildirim unterstrich im Zusammenhang mit den Urteilen erneut seine Besorgnis über die Existenz von einer Gruppe, die einen Parallelstaat ersuche: "Jetzt spricht der Staat offiziell über eine Gruppe, die einen Parallelstaat versucht zu errichten. Ich habe vor Tagen, Monaten und Jahren darüber gesprochen und habe auch oft genug gesagt, dass das Verfahren es nicht beabsichtigt, eine Manipulation aufzudecken. Das habe ich auch den Richtern mittgeteilt".