Am Samstagabend begann die Saison 2013/14 in der türkischen Süper Lig. LIGABlatt blickt auf die neue Saison und erklärt, was noch in dieser Liga als "Super" bezeichnet werden kann.

Die Eröffnungspartie der 56. Süper-Lig-Saison zwischen Antalyaspor und Kayseri Erciyesspor (0:0) überraschte vor Wochen die türkische Fanlandschaft mäßig: "Normalerweise eröffnet der türkische Meister die neue Saison", sprachen beispielsweise Fans in Internetgemeinschaften. Mäßig waren die Reaktionen, da mit der Ära des Verbandspräsidenten (TFF) Yildirim Demirören die kreativsten Hirngepinste mit "normal" oder "typisch Süper Lig" kommentiert wurden. LIGABlatt erklärt jedoch, was in der Saison 2013/14 auf die Zuschauer zukommt:

  • Ausländerregelung: Es dürfen pro Verein maximal zehn Ausländer unter Vertrag stehen, sechs dürfen in den Kader, die anderen Nicht-Türken müssen zuschauen
  • Torrichter: Ab sofort an werden gleich sechs Schiedsrichter pro Süper-Lig-Spiel abgestellt. Neben dem üblichen Schiedsrichtergespann kommen zwei Torrichter hinzu, ähnlich wie in den Wettbewerben der UEFA.
  • Enjoy Responsibly: An den Stadioneingängen wird es schärfere Alkoholkontrollen geben.
  • Ticketing: Der Kauf von Online-Tickets ist nun möglich. Damit soll der Schwarzmarkt-Handel eingedämmt werden und die personalisierten Tickets im Falle von Straftaten der Polizei helfen.

Anpfiff ohne Namen, die sich schuldig machten

"Süper" ist auch, dass Galatasaray-Cheftrainer Fatih Terim zwei Spiele nicht als Dirigent auf dem Platz stehen darf. Sabri Sarioglu (3 Spiele gesperrt), Volkan Demirel (zwei Spiele gesperrt) und Raul Meireles (1 Spiel gesperrt) müssen aufgrund ihrer Vergehen in der Vorsaison ebenfalls zuschauen.

Transfermarkt: Minus 46,5 Millionen beim Einkaufen

Miese machten die Süper-Lig-Klubs bereits bei der Verstärkung ihrer Kader. Die 18 Klubs kauften Spieler für 71,5 Millionen Euro ein, wohingegen gerade mal 25 Millionen Euro durch Spielerverkäufte eingenommen wurden. Rekordmeister Galatasaray steht im Transfergeschäft mit 12,5 Millionen Euro dick im Minus, wobei Pokalsieger Fenerbahce ein Minus von 26,5 Millionen Euro zu stämmen hat. Nur sechs Klubs nahmen bei den Transfergeschäften mehr Geld ein, als man ausgab, wobei Eskisehirspor einen achtbaren Gewinn erzielte. Zu den Gewinnern der Transferperiode gehören unter anderem Bursaspor (820.000 Euro), Antalyaspor (1,2 Mio. Euro), Eskisehirspor (7,25 Mio. Euro), Trabzonspor (70.000 Euro), Gaziantepspor (1,6 Mio, Euro), Genclerbirligi (2,2 Mio. Euro).

Umfrage: Keiner will Yildirim Demirören!

Die LIGABlatt-Umfrage zur Thematik "Yildirim Demirören als TFF-Präsident" läuft weiter, doch im Ergebnis wird sich nicht mehr viel ändern. Die Leser und Fans wollen den früheren BJK-Klubpräsidenten nicht mehr im Amt sehen.

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Eine wirklich spannende Süper-Lig-Saison wartet auf uns – mit den noch zu erlebenden Skandalen, Streitigkeiten, Besserwissereie, Fachsimpeleien und und und…Ach ja, was wird eigentich aus Lig TV? Immerhin gibt es die Play-offs nicht mehr :)