Türker Aslan, Richter am Internationalen Sportgerichtshof (CAS), erklärte gegenüber den türkischen Medien, dass Fenerbahce und Besiktas in jedem Fall mit Sanktionen rechnen müssen. LIGABlatt hat die Aussagen des Sportjuristen zusammengetragen.

turkerarslan3_B1NYCCAS-Richter Türker Aslan erklärte, dass beide Renommierklubs um eine Strafe nicht kommen. "Ich rechne damit, dass Fenerbahce und Besiktas gemäß der Forderung der Disziplinarkommission sanktioniert werden. Ich hatte bereits erwähnt, dass die UEFA harte Strafen aufbrummen wird. Nun ist es offensichtlich, dass meine Aussagen mit dem Vorgehen der UEFA übereinstimmen. Dass die UEFA solange darauf gewartet hat, ist aber auch merkwürdig. Sie haben wohl auf das Ende der Saison gewartet und werden vor Beginn der Qualifikationsspiele das Ganze zum Abschluss bringen wollen. Es ist aber komisch, dass man die Vereine für ein bis zwei Jahre sperren möchte. Die Sache mit Besiktas hat mich doch überrascht. Fenerbahce hat fünf Fälle zu verteidigen, daher denke ich, dass man eine umfangreichere Strafe aufgebrummt bekommen wird. Die UEFA wird aber bei Besiktas auch keine Ausnahme machen".

"Den türkischen Fußballverband erwarten schwere Tage"

Der Sportjurist erwartet für den türkischen Fußballverband (TFF) zudem schwere Tage: "Nach der Urteilsverkündung der Disziplinarkommission haben die Vereine die Möglichkeit, in Berufung zu gehen. Sollte dies keine Änderung bringen, besteht die Möglichkeit beim Internationalen Sportgerichtshof zu klagen. Dies wird aber auch kaum etwas nützen. In diesem Fall beginnen für den türkischen Fußballverband sehr schwere Tage. Denn der Verband muss dann die Maßnahme der UEFA umsetzen und die eigene Entscheidung zum Fall überdenken. Ich hatte ja gesagt, dass die Entscheidung des türkischen Fußballverbands juristisch unbegründet ist und man kann die Ansicht, Personen von den Vereinen getrennt zu behandeln, nicht vertreten. Die Personen haben nämlich zum Vorteil der Vereine gehandelt. Und ich weiß, dass die UEFA genauso denkt".

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