Nachdem der staatliche Fonds (TMSF) Türkeis die Führung sämtlicher Unternehmen von Mehmet Emin Karamehmet übernommen hat, droht der Süper Lig eine große Gefahr. Der TV-Rechteinhaber Digitürk befindet sich seit einigen Tagen in staatlicher Hand.

tmsfMehmet Emin Karamehmet ist einer der reichsten Geschäftsmänner der Türkei und zugleich der Besitzer des Pay-TV-Plattforms Digitürk. Karamehmet schuldet dem türkischen Staat und weiteren Gläubigern rund 500 Millionen US-Dollar und hat es versäumt, seine Verbindlichkeiten fristgerecht zu bezahlen. Demzufolge hat der türkische Staat mit dem Fonds (TMSF) eingegriffen und für die Eintreibung der Gelder die Geschäftsführung von sämtlichen Karamehmet-Unternehmen übernommen. So wird es dazu kommen, dass etliche TV-Sender darunter Show TV und weitere Marken des 69-Jährigen Unternehmers schon bald an Dritte verkauft werden.

Pro Saison 321 Millionen US-Dollar für die Süper Lig

Nun läuft die Süper Lig Gefahr, dass der TV-Rechte-Vertrag zwischen dem türkischen Fußballverband (TFF) und Digitürk vielleicht sogar seine Wirkung verliert, da Karamehmet obwohl er nach Angaben von Forbes ein Vermögen von 2,4 Milliarden US-Dollar besitzt, nicht zahlungsfähig ist und damit der Fonds weitere Unternehmen der Çukurova-Gruppe ins Visier genommen hat. Der TV-Rechteinhaber der türkischen Süper Lig, Digitürk, unterstützt die Liga mit einer stolzen Summe in Höhe von 321 Millionen US-Dollar pro Spielzeit. Ein Verzicht auf diese Einnahmequelle wäre für die Süper Lig ein herber Verlust.

Hinweis: Digitürk gehört zu 53,3 Prozent der Çukurova-Gruppe an. Die restlichen 46,7 Prozent befinden sich im Besitz von Providence Equity Partners.