LIGABlatt nimmt zur Ermordung des 20-Jährigen Burak Yildirim Stellung.

Mit großer Anteilnahme haben wir in den früheren Morgenstunden am Montag die Ermordung des 20-Jährigen Burak Yildirim erfahren. Dieser Mord hat die gesamte Türkei in Trauer und Tränen versetzt, TV-Sendungen wurden abgebrochen. Fenerbahçe hat auf seiner offiziellen Internetpräsenz eine Traueranzeige veröffentlicht und wir verurteilen den bestialischen Mord an einem jungen Menschen.

Beide Vereine, sowohl Fenerbahçe als auch Galatasaray, tragen bei diesem Mord Verantwortung und verschulden, dass solche Tragödien geschehen. Auch die Fangruppen "ultrAslan" und "GFB" gestalten die Bühne dieser Tragödie beispielhaft mit. Hirnlose Provokationen organisieren und den ohnehin schlechten türkischen Fußball noch schlechter machen – das ist "süper" und stark! Wir bitten endlich um Besinnung und Vernunft!

Für den Fußball zu sich kaputt weinen, dafür andere Menschen zu beleidigen und auch noch Morde zu begehen – das ist nichts anderes als Terror und eine menschenverachtendes Verhalten – einfach billig! Jahrelang wurden in der Türkei Menschen nach Fußballspielen verletzt, in Krankenhäuser eingeliefert und öffentliche sowie private Besitztümer beschädigt. Schon im letzten Jahr wurden in Kadiköy Polizeiwägen umgekippt, Fensterläden zerschlagen und vor TV-Kameras wild geflucht. Anschließend wurde die türkische Polizei aufgrund der "Unverhältnismäßigkeit" kritisiert.

Die Sprecher der Ultra-Gruppen "ultrAslan" und "GFB" hatten plötzlich die wunderbare Idee, in TV-Sendungen Shows abzuziehen. Die türkischen Medien sollten wohl das Derby nicht mehr hochschaukeln. Weil eben der gestrige Zoff zwischen Volkan Demirel und Sabri Sari niveaulos und der Umgang zwischen den Renommierklubs erschreckend unterklassig ist.