In der 16. Spielwoche der Süper Lig empfing der amtierende türkische Meister, Galatasaray, den Erzrivalen aus Kadiköy vor heimischem Publikum. Mit den Toren von Bekir Irtegün (10. /e.T.) und Selcuk Inan (36.) entschieden die Hausherren das 372. Derby für sich. Den zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer für Fenerbahce erzielte Hasan Ali (23.).

gsfbhaber3_2A80OAngespornt und getragen von der überragenden Atmosphäre in der Arena auf Aslantepe hat es Galatasaray innerhalb der ersten Minuten geschafft, den Takt der Partie anzugeben. Besonders das starke Mittelfeld um Selcuk Inan kontrollierte das Spielgeschehen und versuchte ein frühes Tor zu erzielen. In der sechsten Minute wäre es auch fast so weit gekommen. Hamit Altintops Kracher aus über 25 Metern traf nur den Pfosten.

Bekir mit Eigentor

Die Mühen sollten sich erst in der zehnten Minute auszahlen, wenn auch mit der Hilfe von Feners Abwehrmann, Bekir Irtegün. Der 28-Jährige köpfte Rieras Freistoß unglücklich ins eigene Tor. Volkan Demirel, sichtlich irritiert, konnte nicht anders, als hilflos dem Ball hinter zuschauen.

Galatasaray lässt Fenerbahce spielen

Galatasaray verpasste es, den Druck nach dem Führungstreffer auszubauen. Stattdessen ließ man Fenerbahce freien Raum und die Gelegenheit zu spielen. Nach einem Fehler von Felipe Melo schaffte es die Gala-Abwehr nicht, den Ball aus der Gefahrenzone zu entfernen. Den Kopfball von Riera konnte Hasan Ali (23.) mit einer Direktannahme, unhaltbar für Muslera, ins linke Eck hämmern. Sein Ausgleichstreffer ließ Fenerbahce tief aufatmen.

Selcuk Inan trifft per Freistoß

Die schnelle Antwort von Galatasaray zwang Galatasaray wieder zu handeln. Die abgetauchten Löwen meldeten sich zurück und versuchten besonders über die starke rechte Seite mit Hamit Altintop zu einem Tor zu kommen. Mit dem steigenden Druck  kam Fenerbahce nur schwer zu recht. So wusste sich Baroni in 34. Minute nicht anders zu helfen und brachte Selcuk Inan vor der Strafraumgrenze zu Fall. Den anschließenden Freistoß trat der Kapitän höchstpersönlich an. Volkan Demirel, der sich für die  falsche Seite entschieden hatte, musste in der 36. Minute erneut ins Netz greifen.

Mereiles sieht rot

Nach der Halbzeitpause legten beide Mannschaften eine eher dürftige Vorstellung ab. Ab und an kam es zwischen Eboue und Caner aber auch Amrabat und Gökhan Gönül zu hitzigen Duellen an der Grenze des Erlaubten. Diese Grenze hat an diesem Abend, so die Meinung von Schiedsrichter Halis Özkahya, Meireles überschritten. Seine gelb-rote Karte in der 82. Minute ließ Fenerbahces schwaches Mittelfeld endgültig zusammenbrechen. Galatasaray drang folglich leichter in die Hälfte der Gäste. Jedoch schaffte es in den Schlussminute weder Galatasaray noch Fenebahce ein Tor zu erzielen.Somit endete das Derby mit der 2:1-Überlegenheit von Galatasaray über Fenerbahce.

Damit bleiben die Löwen mit 32 Punkten weiterhin auf Platz eins. Und nach dem 1:1 von Besiktas gegen Genclerbirligi beträgt der Abstand zum Verfolger, Fenerbahce, wieder fünf Punkte.