In der 5. Runde des türkischen Pokals verlor Galatasaray vor heimischem Publikum gegen den Underdog aus der 2. Liga 1461 Trabzon 1:2. Mitschuld an der Misere: Hamit Altintop!

Von Fatih Kurtbogan

Wer auf drei Bühnen gleichzeitig tanzen möchte, braucht eine standfeste zweite Garde. Nun muss sich Fatih Terim schmerzhaft eingestehen, dass der aktuelle Kader den Ansprüchen nicht gerecht wird. Doch es war nicht so sehr die Schwäche der zweiten Garde an sich, die dem Imperator die Stimmung ordentlich versaut hat. Vielmehr trägt ein bestimmter Name die große Schuld für die Misere. Hamit Altintop hat gegen 1461 Trabzon absolut nichts bewirken können. Lustlos, abschlussschwach und ideenlos sind die einfachsten Beschreibungen für den Ex-Schalker, Ex-Münchner und Ex-Königlichen. Es scheint, als sei vom alten Glanz nichts übrig geblieben. So wunderte es nicht, dass Terim sich das Debakel nicht länger mit ansehen konnte und den Bundesliga-Veteranen in der zweiten Hälfte vom Platz nahm.

Kein Anschluss unter dieser Nummer!

Dabei setzte Terim all seine Geduld auf die Hoffnung, Hamit Altintop wird seine fehlende Spielpraxis mit zahlreichen Einsätzen in der Süper Lig und den Pokal wieder einspielen. Doch weit gefehlt! Ein Blick auf Hamit Altintop verrät eine Art Melancholie, wie man sie nur von Feners Guiza kennt. Zuletzt hat Altintop in einem Interview von sich gegeben, dass er sich in Istanbul noch immer fremd vorkomme und die Eingewöhnung nur sehr langsam von Statten geht ? von der taktischen Umstellung, die ihm bei Galatasaray widerfahren ist, ganz zu schweigen. Dabei muss sich Altintop nur seine schwache Bilanz der vergangenen vier Jahre genauer unter die Lupe nehmen. In den vergangenen Jahren vor Galatasaray, kam der 30-Jährige auf nur knapp 50 Spiele.

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