Der Tscheche hat sich bereits entschieden: Kein Wechsel bis zum Vertragsende. Damit dürften die Erwartungen der Galatasaray-Führung, den 31-Jährigen zur Winterpause zu verkaufen, in die Leere gelaufen sein. Ein Vergleich zwischen Baros-Quaresma und Alex zeigt einen krassen Unterschied auf.

Liverpool, Barcelona oder Mailand – Wo bleibt die Tradition?

Es ist doch traurig mit anzusehen. Quaresma auf der einen Seite und Milan Baros auf der anderen Seite. Beide sind Spieler mit einer blendenden sportlichen Vergangenheit. Beide Spieler hatten die Ehre bei traditionsreichen Klubs zu spielen. Und mit Tradition ist hier sicherlich die Liebe zum Fußball gemeint. Hingabe und Leidenschaft für das Leder und den frisch gemähten Rasen. Da sollte es nur nebensächlich  wenn die Grätsche einen in die Hacksen trifft.

Doch viel ist bei diesen Fußballern wohl von dieser ehrenhaften Attitüde nicht hängen geblieben. Profit und Ruhm scheinen die einzigen Leitbilder der schwarzen Schafe geworden zu sein. Aus reiner Geldgier möchten die schwarten Schafe der Süper Lig ihren Vertrag aussitzen und ziehen dabei die Unmut der türkischen Fußballgemeinschaft auf sich.

Alex im Kontrast

Ein Blick zur Fenerbahce-Legende Alex de Souza, auch gerne Kralex (Kral, türk. für König) genannt, legt den krassen Kontrast zweier verschiedener Wertewelten vor die Füße. Für Alex galt die stets die Prämisse der uneingeschränkten Leistungsbereitschaft auf dem Rasen und die Treue zum Sport im Vordergrund. Sein Nachtleben begrenzte er vornehm auf seine Familie.

Ein Vorbild für den türkischen Fußball

Ein Konzept, dass ihn sieben lange Jahre in der Süper Lig aufrecht hielt. Als Kralex nach Meinungsverschiedenheiten mit Kocaman die Mannschaft verlassen musste (Ligablatt-Leser haben sich deutlich gegen diese Entscheidung entschieden), wurde er von tausenden  Fans auf Händen getragen. Auf beiden Seiten flossen beim Abschied die Tränen der Trauer. Rührende Augenblicke gab es auch bei der Enthüllung der Statue die eigens für die Legende errichtet wurde. Ehrensache, dass die Statue komplett von Fans finanziert wurde.

Ein Blick zurück auf Baros und Quaresma lässt einen Fußballbegeisterten nach solch einem Portrait nun nur noch in Schauer und Ekel verfallen. Fremdschämen bekommt in diesem Zusammenhang eine ganz andere Bedeutung.