Es ist Zeit, dass Fikret Orman Entscheidungen fällt! Denn die Fans von Besiktas können diesem Theater nicht länger zusehen. Samet Aybabas Kaderwahl ist zu respektieren, muss aber im Einklang mit der Vereinsführung sein, damit Besiktas keine weiteren Folgeschäden zu tragen hat.

Von Fatih Senel

Selbst ein Dramabuch ist hoffnungsvoll und geht spätestens dann zu Ende, wenn der Hauptprotagonist gestorben ist. Bei Besiktas warten die Fans seit Monaten, wie es mit Ricardo Quaresma weitergeht. Die türkischen Medien vermelden heute, dass Q7 nach Antalya zum Camp nicht mitgenommen wird. Die geplante Begnadigung ist wohl befristet auf Abschaffung der Isolierung des Flügelspielers. Ein über zehn Millionen Euro teurer Spieler wird daher in sechs Moanten den Verein ablösefrei in alle Richtungen verlassen können. Der Verein zahlt dem Portugiesen außerdem 3,75 Millionen Euro, hat aber keinen Nutzen dabei. Klubpräsident Fikret Orman will hingegen bei NTVSpor auftreten – wozu eigentlich?

Orman will die Fragen von Ridvan Dilmen und Güntekin Onay beantworten, nicht aber die der Fans! Das TV-Interview könnte allerdings schnell wie bei Aziz Yildirim zu einer Lachnummer werden. Die Beweislage ist eindeutig: Besiktas ist aufgrund der Fehler von Yildirim Demirören nicht in Europa dabei, verliert unter Fikret Orman auch noch den Anschluss an Fenerbahce und Galatasaray.

Die Anhänger der Schwarzen Adler wollen lange wissen, wann und ob überhaupt Quaresma zurück ins Team kommen wird. Darüber hinaus wird die Stimmung bei Carsi immer trüber. Volle Ränge und die motivierte Mitreise zu Auswärtsspielen könnten bald auch in den Annalen der Geschichte liegen.

Die Moral der Kolumne: Besiktas steht mit Fikret Orman, Ahmet Nur Cebi und Tamer Kiran immer noch im Schach!