Im zweiten Gruppenspiel der Champions League musste Galatasaray am Dienstagabend die zweite Pleite hinnehmen. Die Tore für die Gäste aus Portugal kamen durch Ruben Micael (27.) und Alan (94.)

Galatasaray kam sehr schnell ins Spiel. Bis zur 14. Minute legten die Löwen ein organisiertes Spiel hin. Die Pässe kamen an den Mann und die Laufwege waren einstudiert. Einzig die Akzente vor dem Tor haben gefehlt. Und im Rückblick auf die Partie sollte es, abgesehen von einem Lattenknaller, keine mehr geben.

Muslera rettet Galatasaray vor einem Desaster

Doch auch in diesen Minuten hat es Galatasaray Keeper Muslera zu verdanken, dass die erste Halbzeit ohne ein 0:3 zu Ende ging. Seine hervorragenden Reflexe haben Galatasaray vor einem Desaster bewahrt.

Micaels Nachschuss bringt das 1:0 für die Gäste

Allerdings konnte der Uruguayer in der 27. Minute wenig machen. Nach einem gefährlichen Braga-Angriff hat er einen Schuss meisterhaft pariert. Den Abpraller und die anschließende Verwertung durch Micael konnte er jedoch nicht mehr verhindern.

Alan schließt den Sack

Ebenso das 0:2 in den letzten Sekunden. Alan nutzte nach einem Konter den Querpass und setzte den Ball an Muslera vorbei unter die Latte.

Aydin Yilmaz mit Lattentreffer

Der einzige Lichtblick  für Galatasaray war der Lattenknaller von Aydin Yilmaz. Sein gefühlvoll angedrehter Ball hätte mit Sicherheit genau in den Winkel gepasst, wäre da nicht Braga-Torwart Beto gewesen. Mit aller Not und dem äußersten Spitze seines Handschuhs konnte er den Ball gerade noch an die Latte lenken.

Das Spiel endete mit einer enttäuschenden 0:2 Niederlage für Galatasaray. Nun belegen sie mit null Punkten und null Toren den letzten Gruppenplatz. Sollte Terim keine Lösung für das Dilemma finden, müssen sich die Löwen auf eine harte Zeit gefasst machen.

Nachklang zum Spiel

Zwar mussten die Löwen erneut gravierende Fehlentscheidungen, wie die zwei Abseitspositionen von Burak Yilmaz, hinnehmen. Doch im Endeffekt wäre es vermessen, die Niederlage auf diese Fehlentscheidungen zu schieben. Vielmehr ist die Schuld an Melo, Riera, Burak Yilmaz und dem schwachen Umut Bulut zu suchen. Melo verstolperte unnötig Bälle in vielversprechenden Positionen oder konnte selbst einfachste Pässe kaum spielen. Oft führten die Ballverluste zu gefährlichen Gegenattacken von Braga. Die linke Seite blieb mit Riera absolut unterbesetzt. Bis auf eine gute Hereingabe in der ersten Hälfte, hat er nichts zu Stande gebracht. Burak Yilmaz ist an diesem Abend viel gerannt. Er war gewillt, sich in Szene zu setzen und das erste Champions League-Tor für die Löwen zu schießen. Doch nur selten konnte er sich gegen die dichtbesetzte Braga-Abwehr durchsetzen.

Sein Sturmpartner Umut Bulut ist fast das komplette Spiel untergetaucht. Kein einziger Schuss wurde von ihm auf das Tor geschickt. Sein zurückhaltendes Spiel verpasste dem einst so gefährlichen Gala-Sturm einen deutlichen Dämpfer an diesem Abend. Ohne Altintop fehlte es dem Mittelfeld an einem treibenden Motor mit Torjägerqualitäten. Fatih Terim ließ Altintop bewusst ein weiteres Spiel nach der Verletzung pausieren, um zukünftige Einsätze des Nationalspielers nicht zu gefährden.