Der pragmatische Präsident der Löwen konnte seit seinem Amtsantritt das gestrandete Schiff Galatasaray wieder auf Kurs bringen. Mehr noch, er möchte bis 2014 die Schulden des Klubs abbauen und die Fußballmarke Galatasaray unter die ersten zehn Europas etablieren. Nun sprach er über Amrabat, seinen Zukunftsplänen und seine Vorstellungen, wann und wie er sein Amt bei Galatasaray niederlegen werde.

LIGABlatt hat die Aussagen des ersten Vorstandes zusammengetragen:

?Das Ziel ist es, unter die ersten zehn Mannschaften in Europa zu kommen. Es reicht nicht, wenn man einen Pokal ein oder zweimal heimholt. Derartige Erfolge müssen zu Regel werden.?

Amrabat ist nicht unbedingt unser Wunschkandidat

?Wir haben für Amrabat 7,5 Millionen Euro angeboten. Das ist eine enorme Summe. Doch mit Hilfe von Investoren, hätten wir diesen Transfer vollendet.?

?Bei allem Respekt. Amrabat ist keinesfalls unter den Transfers, die wir als höchste Priorität einstufen würden. Dennoch bleibt er ein guter Mittelfeldspieler. Solange die hohen Ablösesummen gerechtfertigt sind, kann man das Geld in aller Ruhe ausgeben. Andernfalls jedoch, sind wir gänzlich davon abgeneigt, dass Geld sinnlos aus dem Fenster zu werfen.?

Bei neuen Transfers muss die interne Ordnung der Mannschaft bedacht werden

?Bei Transferfragen ist auch immer die Stimmung und Ordnung innerhalb der Mannschaft von Bedeutung. Das heißt, dass es nicht funktioniert, wenn man einem Spieler zwei Millionen Euro an Gehalt zusagt, dem anderen aber auf Grund diverser Gründe fünf Millionen zuwilligt. Das Gehaltsgefälle wirkt sich negativ auf die Spielpraxis aus.?

Aysals Antwort auf die Frage, wann er sein Amt ablegen werde

?Zuerst möchte ich meine Ziele mit Galatasaray erreichen. Das heißt, den Klub finanziell und organisatorisch zu festigen. Es versteht sich von selbst, dass dabei der nationale Erfolg der Mannschaft miteinbezogen ist. Ich denke, dass diese Ziele bis 2014 erreicht sein werden. Ab diesem Zeitpunkt werden die Erfolge auf internationaler Ebene die Priorität haben. Diese Aufgaben kann sicherlich ein jüngerer Nachfolger in Angriff nehmen. Doch sollte sich kein Nachfolger finden, aus welchen Gründen auch immer, werde ich, falls meine Kräfte weiterhin zusagen, das Amt gerne fortführen.?

Galatasaray als fester Bestandteil des Lebens

?Ich opfere 80 Prozent meiner Zeit für Galatasaray ? und das mache ich mit Freude und Stolz. Doch wie jeder Mensch hänge ich auch an meinem Privatleben. Ich bezeichne mich gerne als Lebemensch. Falls meine Aufgabe bei Galatasaray erledigt ist, werde ich mich wieder meinem Privatleben und meiner Familie widmen.?