Seit 1955 hatten es die Türken nicht geschafft, ein Fußballspiel gegen die Portugisen zu gewinnen. Der Fluch sollte erst an diesem Abend gebrochen werden. Die Tore für die Türkei erzielten Umut Bulut (35.,/52.) und Pepe (ET). Der Ehrentreffer für Portugal kam mit Nani (57.)

Die Portugiesen fingen die Partie euphorisch an. Vor heimischer Kulisse und 60.000 Fans wollten sie den Türken bereits in den frühen Minuten zeigen, wer der Herr im Haus ist. So kam es, dass Portugal einen Angriff nach dem Anderen einleitete. Doch Ronaldo, Almeida und Nani sollten an der Abwehr und vor allem am hervorragenden Keeper Volkan Demirel scheitern. In der 29. Minute rettete sogar die Latte die Türkei vor dem Gegentreffer.

Umut Bulut ohne Kompromisse zum 0:1

In der 32. Minute nutzte der Ligue 1-Stürmer Umut Bulut die Hereingabe von Sercan Sararer (Greuter Fürth) und erzielte den Führungstreffer. Schlussmann Patricio und Reals Coentrao sahen beim Gegentreffer alles andere als gut aus. Die erste Hälfte endete somit mit einem 0:1 für die Gäste. Nur eine Minute später hatte Hamit Altintop die Möglichkeit per Freistoß das 2:0 zu markieren. Doch die "Bazooka" aus über 30 Metern schmettert am Pfosten ab – Diesmal Glück für Portugal.

Umut packt den Hammer heraus

Gestärkt mit dem 0:1 startete die türkische Nationalmannschaft schnell in die zweite Hälfte. Nun schafften sie es die Zügel selbst in die Hand zunehmen. Die Anstrengungen sollten sich schnell auszahlen. Umut Bulut verwandelte einen brachialen Gewaltschuss aus gut 25 Metern zur 0:2-Führung. Portugal-Keeper Patricio sah erneut nicht sehr gut aus.

Nani bringt den Anschluss 1:2

Doch Portugal sollte erneut ins Spiel finden. Es war die Zusammenarbeit von Cristiano Ronaldo und Nani, die den Anschluss bewirkte. Nani schoss die Kugel unhaltbar für Volkan ins linke Eck.

Der Anschluss spornte die Hausherren weiter an. Die Folge war ein Elfmeter in der 65. Minute, nach dem Raul Meireles von Emre im Strafraum gefoult wurde. Ronaldo trat an und scheiterte an Volkan Demirel. Der als Elfmeterkiller bekannte Fenerbahce-Torwart hatte die richtige Ecke antizipiert.

Pepe unglücklich 1:3

Sichtlich getrübt von der vergebenen Chance, mussten sich die Portugiesen erst wieder fangen. Die Konzentrationsschwächen in der Abwehr sorgten in der 88. Minute für den 1:3-Schlussstrich. Pepe fälschte die Kugel unglücklich ins eigene Netz ab.

Da keine weiteren Tore mehr folgten, ist das 1:3 auch der Endstand der Partie. Die portugiesischen Fans machten ihrem Ärger Luft und pfiffen die eigene Mannschaft aus.

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