Nach internen Gerüchten zu Folge habe der inhaftierte Vorstand der Kanarienvögel, Aziz Yildirim, den Abgang von Aykut Kocaman nach dem 2:2 Unentschieden gegen Galatasaray in Kadiköy verhindert.

Eines muss man Kocman lassen: der 47-Jährige Trainer hatte dieses Jahr mit Fatih Terim den vielleicht schwierigsten Trainerjob der Süper Lig. Vor Beginn der Saison verabschiedeten sich kurzer Hand zahlreiche Stammspieler und mindestens ebenso viele Vereinsakteure wurden auf Grund des Manipulationsskandals in Untersuchungshaft genommen. Unter ihnen der Präsident des Vereins, Aziz Yildirim, höchstpersönlich.

Das Stehaufmännchen

Doch allen Widersachern zum Trotz konnte Kocaman seine Mannschaft dazu motivieren nach vorne zu schauen.  Die Mühen haben sich allem Anschein nach gelohnt. Fenerbahce kann im letzten Spiel der Saison mit einem Sieg gegen Galatasaray die Meisterschaft sichern.

Kocaman besucht Yildirim in Metris

Doch nun wurde bekannt, dass es ohne Aziz Yildirim nicht so weit hätte kommen können. Bei einem Besuch des Vorstands in der Metris Strafanstalt soll ihm Kocaman mitgeteilt haben, dass er die Strapazen nicht mehr aushalten könne und den Gedanken pflege sich vom Traineramt zurückzuziehen.

Die Antwort Yildirim?s auf das Anliegen:

?Schau her Aykut. Siehst du in welchem Zustand und wo ich mich gerade befinde. Ich muss aus meiner Zelle heraus gegen alle in die Schlacht ziehen. Und du kommst zu mir und willst mir weiß machen, dass du am Ende deiner Kräfte bist. Falls du die Mannschaft wirklich verlassen willst, habe ich nur eins zu sagen: Auf Wiedersehen!?

Diese Worte sollen Kocaman die Augen geöffnet haben. Das 5-minütige Gespräch sei nach Aussagen der internen Stimmen der Grund für die vorzeitige Vertragsverlängerung von Kocaman.