Der zweite Vorstand von Galatasaray, Ali Dürüst, hat mit seinen Aussagen nach dem Spiel gegen Besiktas die Gefühlslage des Vereins und des türkischen Fußballs auf den Punkt gebracht, so sehen es jedenfalls die Anhänger der Löwen.

?Diese Machenschaften wurden schon zu Beginn der Saison geplant. Und wir haben allem Anschein nach als Schachfiguren unseren Dienst getan. Das Geschehen hat sich nun auf das letzte Spiel verlagert. In den sauren Apfel werden wir beißen müssen.?

?Wir sind in die Partie gut gestartet und mit zwei Toren in Führung gegangen. Doch die Geschehnisse in Trabzon haben uns und die Spieler beeinflusst. Am Ende kann ich nur sagen, dass dieses abgekartete Spiel um das SüperFinale von Anfang an geplant wurde.?

Die Frage eines Journalisten, ob sich der Verein wie eine Schachfigur gefühlt habe, beantwortete Dürüst wie folgt:

?Nicht nur wir, sondern der ganze türkische Fußball. Es ist alles so verlaufen, wie es zu Beginn durchdacht war. Die Meisterschaft wird nun im letzten Spiel entschieden. Mit einem Sieg oder einem Unentschieden möchten wir die Meisterschaft gewinnen.?

Die Antwort auf die Frage, wie die Reaktion des Klubs aussehen könnte, falls man die Meisterschaft doch noch verlieren würde, wo doch Galatasaray die Play-off Regelung von Beginn an abgelehnt hatte:

?Es ist durchaus möglich, dass wir verlieren. Wir spielen so oder so die Verlängerungen. Der Abstand zu unserem engsten Verfolger betrug ganze 9 Punkte. Auf den Rest hatten wir einen Vorsprung von 20 Punkten. Somit hätten wir die Meisterschaft nach 34 Wochen in der Tasche gehabt. Doch plötzlich hatte man sich um entschieden und beschlossen eine zweite Meisterschaft zu spielen. Ein abgekartetes Spiel also.?

?Es ist wirklich die Tragikomik des türkischen Fußballs. Zu Beginn des Manipulationsskandals hat man sich dafür entschieden, dass die Vereine keinen Schaden davon tragen sollten. Doch am Ende könnte Galatasaray den größten Schaden erleben.?