Es scheint, dass sie dem zweiten Höhepunkt ihrer Geschichte nahe kommen. Die Mannschaft aus Istanbul wird heute Abend im vorletzten Spiel der aktuellen Playoff-Runde gegen Besiktas die Chance haben, die Meisterschaft vorzeitig in die Tasche zu stecken. Dabei freuen sich die Fans vor allem auf ein Galatasaray, wie man es schon lange nicht mehr gesehen hatte.

Die letzte Meisterschaft liegt für eine Mannschaft der Größe von Galatasaray relativ weit zurück. In den Jahren 2006 und 2008 waren die letzten beiden Meisterschaften. Seitdem waren die Löwen aus Istanbul in einem deutlichen Leistungstief. Vor allem die Platzierung auf der Acht in der vergangenen Saison folgte zu einem Umbruch sowohl im Vorstand, als auch in der Trainerschaft und dem Team.

Terim bereits mit vier Titeln

Mit großen Erwartungen holte man Fatih Terim in seine dritte Ära als Galatasaray-Coach. Die Hoffnungen auf den sogenannten "Imperator" basierten dabei auf den goldenen Jahren von Galatasaray 1997-2000. In diesen vier Jahren holte man jedes Jahr erneut die türkische Meisterschaft und anschließend im Jahr 2000 den UEFA-Pokal. Natürlich unter der Führung von Terim. Nachdem er 2000 das Team verließ, nahm man ihn zwei Jahre später für weitere zwei Jahre wieder auf. Doch in dieser Zeit gelang dem erfahrenen Trainer keine weitere Meisterschaft mit den Löwen.

Terim will den fünften Titel einholen

Heute Abend will der 58-Jährige seinen fünften Meisterschaftstitel als Trainer bei Galatasaray feiern. Voraussetzung hierfür ist allerdings am heutigen Abend mehr Punkte zu ergattern, als es Fenerbahce tun wird. Die Kanarienvögel treten zeitgleich gegen Trabzonspor auf. Ein großes Handicap für Terim ist seine Spiel-Sperre.

Terim auf der Tribüne

Als zu aggressiv bezeichnete man seine Äußerungen gegen die Inoffiziellen Özkalfa und Co. im vergangenen Spiel gegen Trabzonspor, welches man nur Unentschieden spielte. Nicht mehr funktionstüchtige Funkgeräte der Schiedsrichter untereinander waren Grund für die schwache Leistung der Unparteiischen. Für Terim war das ein Skandal. Nun wird der kompromisslose und doch beliebte Trainer die letzte beiden Partien des laufenden Süper Finals keinen Zugang zur Spielerkabine und Auswechselbank haben. Stattdessen wird er die Begegnungen von der Tribüne aus beobachten.