Im vergangenen Spiel gegen Trabzonspor, bei dem der Tabellenführer Galatasaray über ein Remis nicht hinwegkommen konnte, gab es während der Begegnung Probleme bei der Kommunikation des Schiedsrichters und seinen Assistenten. Die Funkgeräte der Inoffiziellen versagten, was die Leistung von Özkalfa und seinen Assistenten deutlich beeinträchtigte.

In einem Interview nach der Partie äußerste sich Fatih Terim auf die Frage der Leistungen der Unparteiischen zwar einigermaßen indirekt, allerdings doch recht offensiv. "Wir warten ab. Wir müssen uns gedulden. Aber wie viel Geduld kann ein Mensch schon haben? Es dauert nicht mehr lange, dann ist die Saison herum. Dann werde ich mich zu den Schiedsrichtern äußern. Jeder wird schon seinen Teil abbekommen."

PFDK wird eingeleitet

Nachdem man diese Bemerkungen des Trainers als Diskriminierung erfasst hat, hat man die PFDK (Professionel Futbol Disiplin Kurulu = [dt.] "Professioneller Fußball Diszipinaussschuss") in den Fall eingeleitet. Diese hat sich für eine Sperre von drei Spielen geeinigt. Das heißt Fatih Terim wird die letzen zwei Spiele des Süper Finals keinen Zugang in die Spielerkabine und auf die Auswechselbank haben. Der Trainer der Löwen wird somit die beiden wichtigsten Begegnungen der Saison gegen Besiktas und Fenerbahce von der Tribüne aus beobachten müssen. Für das Team ist diese Strafe für den erfahrenen Trainer ein herber Rückschlag und ein großer Schock.

"Sie brauchen keine Motivation mehr"

Der Präsident Galatasarays, Ünal Aysal, hat sich zu dem Thema folgendermaßen geäußert: "Unsere Spieler sind sehr wütend auf diese Entscheidung. Wir brauchen uns jetzt keine Mühe machen, sie zu motivieren. Die Meisterschaft gehört so gut wie uns."