16 Vereine, darunter nun auch Galatasaray, müssen sich vor dem PFDK (Disziplinarausschuss) verantworten. Sollte der Versuch einer Spielmanipulation festgestellt werden, dann folgen Punktabzüge als Konsequenz. Galatasaray, Trabzonspor und Bursaspor wehren sich aber vehement gegen die Änderung des Paragraphen 58.

Paragraph 58 wurde geändert

Obwohl vor Monaten die Delegierten sich gegen die Änderung des Paragraphen 58 aussprachen, ignorierten der TFF-Präsident Demirören und Co. dies und schafften den Zwangsabstieg beim Versuch einer Manipulation ab. Ohne die Änderung sei das Gesetz nicht fair, fügte der TFF-Präsident hinzu. Zudem haben keine Schiebungen ein Spiel erreicht oder beeinflusst. Beim Versuch ein Spiel zu schieben werden mindestens 12 Punkte abgezogen.

16 Vereine müssen sich verantworten

Betroffen von der PFDK-Kontrolle sind die Mannschaften Galatasaray, Fenerbahce, Trabzonspor, Besiktas, Istanbul BB, Kayserispor, Bursaspor, Eskisehirspor, Gaziantepspor, Samsunspor, Sivasspor, Mersin IY, Karabükspor, Genclerbirligi, Manisaspor und Ankaragücü, wobei Galatasaray Zahlungen von Fenerbahce erhalten soll. Sivasspor soll das Ligaspiel in der vergangen Saison (3:4 gegen Fenerbahce) geschoben haben. Besiktas wird damit beschuldigt, das Pokalendspiel gegen Istanbul BB manipuliert zu haben. Allerdings wäre das eigentliche Ziel, die Personen zu bestrafen, die sich an einer Manipulation versucht haben, so der TFF.

Galatasaray fordert Rücktritt von Demirören

Galatasaray kritisierte das Vorhaben der TFF auf das Schärfste und kritsierte den Verband mit einer Presseerklärung.. Die Entscheidung des türkischen Fußballverbandes habe in der medialen Öffentlichkeit für tiefe Bestürzung gesorgt. Es habe den Anschein, als wolle man mit dieser Entscheidung die Rechtmäßigkeit außer Kraft setzen und sich über das Rechtsverständnis lustig machen. Der TFF führe den türkischen Fußball in eine Richtung, aus der es kein Entkommen mehr gibt. Die Absicht, Galatasaray in den Manipulationsskandal zu verwickeln um dadurch sagen zu können, ?wir kommen so leichter aus der Sache heraus, wurde heute in aller Deutlichkeit bestätigt. Bevor der TFF den türkischen Fußball weiter ins Verderben führe, sollten die Verantwortlichen ihr Amt niederlegen.

Trabzonspor geht zur UEFA und beklagt sich über Vergleich mit Fenerbahce

Trabzon-Präsident Sadri Sener gab sich mit der Änderung am wenigsten zufrieden. Es sei nicht richtig mit Fenerbahce gleichbehandelt zu werden und Trabzonspor an den PFDK zu schicken. Die UEFA werde aber gerechte Strafen aussprechen. Sadri stellte auch in Frage, mit welchem Instrument man beweisen oder erklären will, dass die Manipulationen das Spielfeld nicht erreicht hätten. Trabzonspor werde zur UEFA gehen und sich beschweren.